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Westermeyer zum Weltmilchtag: »Milch braucht faire Preise«
Westermeyer zum #Weltmilchtag: »#Milch braucht faire Preise«
- Die #Kuh, die Kreislaufwirtschafterin – warum ist sie ein Multitalent?
#Gütersloh, 28. Mai 2026
Zum Weltmilchtag am 1. Juni 2026 rückt der Blick auf ein #Lebensmittel, das für viele selbstverständlich im #Kühlschrank steht – und doch von den Bauernfamilien täglich mit viel Arbeit erzeugt wird. Wie steht es um die heimischen #Milchkuhhalter? »Wir hoffen, dass bei den Milchpreisen die Talsohle durchschritten ist«, erklärt Andreas Westermeyer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh.
Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandel mit »nur« 4 großen Handelsunternehmen
Die #Milchkuhhalter konnten nach langen Durststrecken rund zwei Jahre mit guten Milchpreisen verzeichnen. Diese seien auch dringend erforderlich gewesen, um die Löcher zu stopfen und beispielsweise gestiegene Kosten, aufzufangen. Dann habe sich aber ab Mitte letzten Jahres die Lage wieder verschlechtert. Westermeyer: »Doch nun hoffen wir auf Besserung.« So sei die globale Markterholung jetzt erstmals in höheren Milcherzeugerpreisen spürbar geworden. »Mit durchschnittlich 38 Cent je Kilogramm fielen die Preise im April um 0,9 Cent höher aus als im Vormonat«, berichtet der Vorsitzende. Die Bauernfamilien bräuchten einen angemessenen Milchpreis, um die hohen Kosten beispielsweise für #Energie, #Betriebsmittel und #Personal sowie die enorme Arbeitsbelastung überhaupt stemmen zu können.
Zusätzlich verschärft die große Marktmacht des #Lebensmitteleinzelhandels (#LEH). »Wenn der LEH weiter auf desaströses #Preisdumping setzt, droht die regionale Milcherzeugung noch weiter zurückzugehen«, warnt der Vorsitzende. Die hiesige Erzeugung sei schon heute rückläufig und sinke langfristig. Ein Sondergutachten der Monopolkommission zur #Lebensmittellieferkette hatte jüngst bestätigt, dass die hohe Konzentration der #Marktmacht des LEH mit »nur« vier großen Handelsunternehmen einen dominanten Einfluss auf Preise, Vertragsbedingungen und Marktstrukturen ausübt.
#Milch, #Kuh und #Weide: mehr als nur Lebensmittel
Milch liefere wichtige Nährstoffe und sei für viele Menschen ein hochwertiges Lebensmittel, sagt Westermeyer. »Milch ist nicht einfach nur ein Produkt aus dem Regal, sondern ein wertvoller Bestandteil unserer Ernährung.« Außerdem nimmt der Vorsitzende die ökologische Sicht im Blick. Rinder und Kühe seien Multitante, »sie sind »Kreislaufwirtschafterinnen. Denn sie spielen im Nährstoffkreislauf eine Schlüsselrolle«, sagt er. »Als Wiederkäuer können sie das Gras aufschließen, das wir Menschen nicht direkt nutzen können.« Kühe wandeln #Gras in Milch um. #Rind, Kuh & Co. sind außerdem wertvolle Landschaftspflegerinnen. Ohne sie würden viele Grünlandflächen verbuschen und verwildern. »Darüber hinaus sind Wiesen und Weiden wichtige Landschaftselemente«, erläutert der Vorsitzende. »Zudem sind diese Flächen wertvolle #CO2 Speicher, also wichtig für den Naturhaushalt.«
#Weltmilchtag »macht« aus Sicht des Vorsitzenden mehrfach »Sinn«
Der Internationale Tag der Milch erinnere an die Bedeutung von Milch mit seinen vielen verschiedenen Milchprodukten als Lebensmittel, »die Wichtigkeit von Kuh & Co. und an die Leistung der Milchbauern, die den weißen Saft tagtäglich erzeugen«, bekräftigt der Vorsitzende.
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