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Fleisch – der neue vegane Ersatz
Fleisch – der neue vegane Ersatz
#Gütersloh, 22. Januar 2026
Niemand konnte sich genau erinnern, wann es passiert war. Irgendwann zwischen dem 3. globalen #Tofu Gipfel und der Einführung des verpflichtenden #Hafermilch Führerscheins war #Fleisch einfach … verschwunden. Nicht verboten, nicht geächtet – nur ersetzt. Erfolgreich. Nachhaltig. Mit gutem Gewissen.
Und dann kam es zurück. Als #Ersatzprodukt.
Im #Kühlregal, gleich neben »#Erbse #Natur – nostalgische Rezeptur«, lag plötzlich ein neues Produkt: »RIND™ – Fleischalternative auf Tierbasis«. Die Verpackung war grau, minimalistisch, ein bisschen beschämt. Ein Warnhinweis prangte darauf: »Enthält echte Tiere.«
Die Werbung versprach Großes: »Schmeckt fast wie echtes #Soja«, »Mit authentischer Faserstruktur«, »Jetzt neu: unregelmäßige Konsistenz!«
#Ernährungsblogs überschlugen sich. Endlich! Ein Produkt für Menschen, die Tofu mochten, aber vermissten, dass ihr Essen früher mal einen Namen hatte. #Influencer erklärten in ernsten #Reels, sie würden #Fleisch natürlich nur bewusst konsumieren. Maximal einmal die Woche. Oder zweimal. Oder im #Urlaub. Aber sonst wirklich kaum.
Im #Restaurant wurde Fleisch diskret serviert. Man senkte die Stimme, wenn man es bestellte. »Ich nehm den Linseneintopf … und äh … dazu das Fleisch. Aber nur eine kleine Portion.«
Der #Kellner nickte verständnisvoll. Niemand wollte als radikal gelten.
Besonders beliebt war die neue Produktlinie »#Beyond #Beyond #Meat«. Laut Hersteller handelte es sich um ein »traditionelles #Ersatzprodukt mit historischen Herstellungsmethoden«. Kritiker monierten den hohen Ressourcenverbrauch, doch Fans entgegneten: Man müsse auch kulturelle Gewohnheiten respektieren. Außerdem sei Fleisch ja natürlich – schließlich komme es aus der #Natur, so wie #Erdöl.
#Kinder lernten in der #Schule, dass Fleisch früher alltäglich gewesen sei. Sie sahen alte Bilder von Grillpartys und schüttelten den Kopf. »Krass«, sagten sie. »Die haben das einfach so gegessen? Ohne Label?«
Heute gilt Fleisch als das, was es immer war – nur endlich korrekt eingeordnet: Ein gelegentlicher Genuss. Ein teurer Luxus. Ein Ersatzprodukt mit komplizierter Vergangenheit.
Und manchmal, ganz leise, hört man jemanden sagen: »Ganz ehrlich? Schmeckt schon okay. Aber an Soja kommt’s halt nicht ran.«









