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NOW Kommentar: 340.000 Euro für ein paar Poller – und jede Menge offene Fragen
#NOW #Kommentar: 340.000 Euro für ein paar Poller – und jede Menge offene Fragen
#Gütersloh, 22. September 2026
Die Stadt Gütersloh will für 17 sogenannte »#Oktablocks« und einen »#Roadblocker« rund 180.000 Euro ausgeben. Über einen Zeitraum von 10 Jahren sollen sich die Gesamtkosten auf rund 340.000 Euro summieren. Das sind immerhin 34.000 Euro pro Jahr. Für ein paar massive #Fahrzeugsperren, die mit einem #Lkw angeliefert, per #Ladekran aufgestellt und anschließend wieder abgeholt werden.
Abgesehen davon, dass die grundsätzliche Frage, ob diese Sicherheitsmaßnahmen in diesem Umfang überhaupt erforderlich sind, bislang nicht nachvollziehbar beantwortet und begründet wurde: Wie setzen sich denn die zusätzlichen 160.000 Euro zusammen?
Was genau sind diese ominösen »Laufenden Kosten«? #Lagerung? #Transport? #Aufbau und #Abbau? Wartung? Was soll an diesen massiven Stahlkonstruktionen eigentlich regelmäßig gewartet werden? Die Dinger haben weder einen Elektromotor noch eine Hydraulik. Sie stehen einfach nur herum. Das ist gewissermaßen ihre Kernkompetenz.
Natürlich müssen sie transportiert, aufgestellt und wieder abgeholt werden. Aber dafür jährlich durchschnittlich 16.000 Euro zusätzlich zu den Anschaffungskosten?
Und was ist in der Gesamtkostenrechnung überhaupt enthalten? Tatsächliche Ausgaben? Kalkulatorische Kosten? Abschreibungen? Wurde ein möglicher Restwert nach 10 Jahren berücksichtigt? Oder werden hier unterschiedliche Kostenarten zu einer imposanten Gesamtsumme zusammengeführt, ohne dass der Bürger erkennen kann, wofür das Geld tatsächlich ausgegeben werden soll?
Eine nachvollziehbare Aufschlüsselung wäre durchaus hilfreich.
Und noch eine ganz andere Frage: Weiß man in Gütersloh eigentlich schon heute, wann und wo diese Sperren in den kommenden 10 Jahren eingesetzt werden sollen?
Bleibt der #Weihnachtsmarkt über diesen Zeitraum in seiner heutigen Form bestehen? Werden die Zufahrten unverändert bleiben? Werden sich die Sicherheitsanforderungen, die technischen Standards oder die rechtlichen Rahmenbedingungen verändern? Und werden die angeschafften Sperren dann überhaupt noch in der vorgesehenen Anzahl und Anordnung benötigt?
Wer eine Investition mit einer zehnjährigen Wirtschaftlichkeitsrechnung begründet, sollte zumindest offenlegen, von welchen Annahmen er dabei ausgeht.
Das gilt übrigens auch für die Frage, ob die Stadt die Sperren ausschließlich für den Weihnachtsmarkt anschafft oder ob sie künftig bei weiteren Veranstaltungen eingesetzt werden sollen. Auch das hätte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Und schließlich bleibt die grundsätzliche Frage: Welches konkrete #Sicherheitsproblem soll hier mit welchem #Aufwand gelöst werden?
Absolute Sicherheit gibt es nicht. Auch nicht für 340.000 Euro. Eine Kommune muss deshalb abwägen, welche Risiken bestehen, welche Maßnahmen geeignet und erforderlich sind und ob der damit verbundene Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Sicherheitsgewinn steht.
Das ist keine Frage, die sich mit dem bloßen Hinweis auf ein abstraktes Gefährdungspotenzial erledigt.
Bevor die Stadt Gütersloh also 180.000 Euro für mobile Fahrzeugsperren ausgibt und weitere 160.000 Euro an Folgekosten kalkuliert, wäre es durchaus angebracht, den Bürgern zu erklären, was sie dafür eigentlich bekommen, warum sie es benötigen und wie die Kosten im Einzelnen zustande kommen.
Denn bislang steht vor allem eines im Raum: eine ziemlich beeindruckende Summe für ein paar ziemlich beeindruckend schwere Stahlklötze.
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