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NOW Kommentar: Die »Kubicki FDP« gibt es nicht

#NOW #Kommentar: Die »#Kubicki #FDP« gibt es nicht

#Gütersloh, 6. Juni 2026

Wenn ich Wolfgang Kubicki zuhöre, denke ich oft: Ja, genau so. #Rechtsstaatlichkeit. #Meinungsfreiheit. #Eigenverantwortung. Weniger #Bevormundung. Mehr #Vertrauen in die #Bürger. #Skepsis gegenüber #Bürokratie und ideologischer #Übergriffigkeit. Viele seiner Positionen erscheinen mir vernünftig, analytisch und nachvollziehbar.

Das Problem ist nur: Die Kubicki FDP gibt es nicht. Zumindest nicht dort, wo #Politik tatsächlich stattfindet.

Vor einiger Zeit beklagte die #FDP #Gütersloh öffentlich ihre mangelnde mediale Sichtbarkeit. Die Partei werde zu wenig wahrgenommen, hieß es sinngemäß. Da ich seit Jahrzehnten Medien mache, nahm ich Kontakt auf. Nicht als Gegner, sondern aus ehrlichem Interesse. Inhaltlich liegen viele liberale Positionen durchaus in meinem Denkraum.

Ich trat spontan ein.

Kurz darauf besuchte ich einen Stammtisch. Das Niveau war überschaubar. Statt liberaler Zukunftsdebatten überwog eher das übliche kommunalpolitische Klein Klein. Viel Meinung. Wenig Idee. Wenig Profil.

Trotzdem machte ich ein konkretes Angebot. Nicht, um »eine Homepage zu bauen«. Das wäre die denkbar banalste Interpretation gewesen. Ich bot an, die FDP Gütersloh medial und digital professionell nach vorne zu bringen. Sichtbarkeit zu erzeugen. Inhalte sichtbar zu machen. Reichweite aufzubauen. Themen zu besetzen. Kurz: genau jenes Problem zu lösen, über das die Partei zuvor selbst geklagt hatte.

Die Reaktion?

Man könne ja in 2 oder 3 Monaten einmal einen Termin machen. Mit anderen Worten: keine Priorität.

Das ist bemerkenswert. Wer öffentlich beklagt, nicht wahrgenommen zu werden, und auf ein konkretes Angebot zur Verbesserung dieser Situation mit monatelanger Verzögerung reagiert, sendet eine eindeutige Botschaft: So wichtig scheint das Problem dann doch nicht zu sein.

Ich zog mein Angebot zurück und trat wieder aus. Monate später meldete sich der neue Ortsvorsitzende. Er habe gehört, ich hätte einmal angeboten, eine Homepage zu machen. Nein. Genau das hatte ich eben nicht angeboten. Zwischen »eine Homepage bauen« und »eine politische Organisation kommunikativ neu aufstellen« liegt ungefähr derselbe Unterschied wie zwischen einem Hammer und einer Architekturzeichnung.

Zu diesem Zeitpunkt war mein Interesse längst erloschen. Was mich an dieser Geschichte beschäftigt, ist weniger die FDP Gütersloh selbst. Kommunalpolitische Bedeutungslosigkeit ist kein Alleinstellungsmerkmal dieser Partei. Interessanter ist die grundsätzliche Frage der #Glaubwürdigkeit.

Die FDP präsentiert sich gern als #Partei der #Eigeninitiative, der #Leistung und des #Unternehmergeistes. Sie fordert Wettbewerb der Ideen und Offenheit für neue Impulse. Doch wie glaubwürdig ist das, wenn Menschen, die genau solche Impulse einbringen wollen, intern auf Desinteresse treffen? Wenn die Partei etwas dringend braucht, aber gleichzeitig keinerlei Dringlichkeit erkennen lässt? Wenn über fehlende Sichtbarkeit geklagt wird, aber konkrete Hilfe faktisch unerwünscht erscheint? Wenn auch den Landesverband das alles nicht interessiert?

Natürlich ist dies nur eine persönliche Erfahrung. Andere mögen völlig andere Erlebnisse gemacht haben. Doch politische Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Reden, Parteitage oder Interviews. Sie entsteht dort, wo Anspruch auf Wirklichkeit trifft. Genau deshalb überzeugt mich Wolfgang Kubicki oft.

Und genau deshalb überzeugt mich die FDP immer weniger. Denn zwischen dem #Liberalismus, von dem Kubicki spricht, und dem Liberalismus, den man vor Ort erlebt, scheint bisweilen ein erstaunlich großer Abstand zu liegen.

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT

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