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Wenn der Browser Speicher zur Bento Box wird – Universität Duisburg Essen

Wenn der #Browser #Speicher zur Bento Box wird – Universität Duisburg Essen

#Duisburg, 5. Juni 2026

»Google Earth«, »#Zoom«, »#Twitch #TV« oder »#Photoshop« – viele leistungsstarke Anwendungen laufen dank des »#WebAssembly« Standards heute ohne Installation direkt im Browser. Doch einige dieser #Web #Apps haben bedenkliche Sicherheitslücken. Forscher von »paluno – The Ruhr Institute for Software Technology« der #Universität #Duisburg #Essen haben eine Lösung entwickelt, um fertige Anwendungen durch eine automatisierte Neuorganisation ihres Speichers abzusichern.

Seit 2019 ist »WebAssembly« (»#Wasm«) ein stabiler Webstandard, der entwickelt wurde, um komplexe #Desktop Anwendungen im Browser lauffähig zu machen. Damit dies funktioniert, wird das ursprüngliche Programm, häufig in C oder C++ geschrieben, in das von jedem gängigen Browser lesbare »Wasm« #Binärformat übersetzt. Die Sache hat allerdings einen Haken: Enthält der Code Schwachstellen, werden auch diese beim Übersetzen in das »Wasm« Modul übertragen. In C/C++ sind dies typischerweise Speicherzugriffsfehler wie #Buffer #Overflows. #Hacker können solche Schwachstellen für sogenannte #Cross #Site #Scripting Angriffe (#XSS) ausnutzen und Schadcode einschleusen, den #Nutzer dann unwissentlich in ihrem Browser ausführen.

Bestehende Ansätze zur Absicherung von »Wasm« Modulen sind kaum praktikabel: Viele setzen voraus, dass der #Quellcode der Anwendung vorliegt, andere benötigen spezielle Hardware oder angepasste Browser Umgebungen. Nicht so die neue Lösung der »#paluno« Forscher Oussama Draissi und Prof. Lucas Davi. Sie nutzen die #Multi #Memory #Funktion von »Wasm« für einen einmaligen, vollautomatisierten Speicher Umbau fertiger Module. Die Neuorganisation erinnert an eine japanische #Bento #Box, in der Speisen durch einzelne Fächer sauber voneinander getrennt werden. Der Vorteil: Durch die Isolation der Speicherbereiche wird verhindert, dass zum Beispiel #HTML Tags in dem einem Speicherbereich durch einen Buffer Overflow in einem anderen Speicherbereich überschrieben werden können. Für die Nutzer hat der Umbau der Module keine Nachteile. Sie spüren weder längere Ladezeiten noch müssen sie einen merklich größeren Speicherbedarf in Kauf nehmen.

Die Wirksamkeit des #Bento Ansatzes stellten die Forscher anhand bekannter Sicherheitslücken auf die Probe, darunter die berüchtigte #Heartbleed #Lücke. »In umfangreichen Tests konnten wir zeigen, dass unsere Lösung reale Angriffe auf verbreitete Anwendungen erfolgreich abgewehrt hätte«, erläutert Oussama Draissi. Die Arbeit wird Ende Juni 2026 auf der renommierten »The ACM Web Conference« in #Dubai präsentiert. Mehr …

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