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Brands Kultur Check: »Aufguss« (»Show Werk« Produktion), Stadthalle Datteln

#Brands #Kultur #Check: »#Aufguss« (»Show Werk« Produktion), Stadthalle Datteln

#Lippstadt, 1. Juni 2026

Die beliebte #Theaterproduktion »Show Werk« machte mit der #Wellnesskomödie »#Aufguss« Station in der #Stadthalle #Datteln und das wollten wir uns natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Der erfolgreiche Waschmittelhersteller Dieter plant, seine Freundin Mary ein ganz besonderes Geschenk zu machen: Endlich soll ihr großer Traum, Mutter zu werden, in Erfüllung gehen.

Da Dieter das jedoch nicht selbst übernehmen möchte (und kann) engagiert er den Fitnesstrainer Alain, Spitzname »The Brain«, für eine Samenspende und bucht für ihn das gleiche Wellnesshotel, um die Sache direkt vor Ort zu klären.

Auch Lothar, der Leiter einer #Kinderklinik, reist zusammen mit seiner Assistentin Emilie in das #Hotel, um Dieter zu einer großzügigen Geldspende für seine #Klinik zu überreden.

Aus dieser Grundkonstellation ergibt sich eine Verwechslungskomödie im Wellnesshotel, die über die gesamte Spielzeit für Lacher sorgte. Denn wenn zwei Spender für absolutes Chaos sorgen, dann bleibt kein Auge trocken.

Dabei liegt es an diesem Abend aber auch an einem großartigen, gut aufgelegten Ensemble, das den Zuschauern einen amüsanten Abend bereitet.

Auf der einen Seite Robin Schmale in der Rolle des egoistischen und selbstverliebten Dieter, der nichts anbrennen lässt, sich aber auch nicht festlegen will. Diese Selbstverliebtheit bringt Robin Schmale mit einem Augenzwinkern auf die Bühne, dass man so manches Mal nicht weiß, ob man über die egoistische Einstellung des Dieter empört sein oder mit ihm Mitleid haben soll. Dazu Stefanie Bornhöft, die der Figur der Mary zu einem glaubhaften Sinneswandel und Entwicklung im Laufe der Geschichte verhilft und Mary dabei verliebt, aber auf gar keinen Fall naiv rüberkommen lässt.

André Bornhöft ist in der Rolle des Alain immer zwischen allen Stühlen. Die Art und Weise, wie Alain in seiner Ratlosigkeit von einer Zwickmühle in die nächste gerät und am Ende gar nicht mehr weiß, wie ihm geschieht, bringt Bornhöft mit einer spitzbübischen Gestik und Mimik rüber, dass es eine Freude ist.

Das ganz große Besteck in der Klaviatur der Gestik und Mimik holt jedoch Marc Neumeister in der Rolle des Lothar raus. Und manchmal stiftet Lothar einfach nur dadurch Chaos, dass er nichts sagt und wortlos im Rücken seines Gegenübers agiert. Die Zuschauer haben auf jeden Fall an seinem Spiel große Freude und spenden ihm zwischendurch wie auch dem gesamten Ensemble zwischendurch immer wieder Applaus.

Ab sofort fest in der Rolle der Emilie agiert Alissa Schwichtenberg, die das an diesem Abend großartig macht. Man hat nicht vergessen, dass dadurch, dass die Schauspieler und Schauspielerinnen durchgehend rechts, links oder durch die Mitte von der Bühne verschwinden und an anderer Stelle wieder auftauchen sich ständig auf der Bühne andere Konzeptionen der Dialoge ergeben. Und Alissa Schwichtenberg spielt die Rolle der »Rechten Hand« und ein wenig auch als moralischer Kompass des Geschehens glaubhaft und sympathisch.

»Aufguss« ist eine Wellnesskomödie, die vor #Tempo und #Wortwitz nur so sprüht. Das liegt aber auch vor allen Dingen daran, dass die Schauspieler und Schauspielerin ihre Rollen in ihren Charakteristiken so straight spielen und den Zuschauern trotzdem Spielraum lassen, die Geschehnisse auf der Bühne auf sich wirken zu lassen. Das, was »Aufguss« ausmacht, ist die Zweideutigkeit, die sich aus dem den Vorteil gegenüber den Figuren auf der Bühne ergibt, dass die Zuschauer mehr wissen als die Figuren des Stücks.

Und so geben sich Wortwitze, Zweideutigkeiten und Schlagabtausche in den Dialogen die Klinke in die Hand. 

Dabei kommt die #Komödie trotz der vielen Zweideutigkeiten zu keinem Zeitpunkt platt rüber. Da schafft es das Ensemble sehr souverän, die Balance zu halten, um die Dialoge nicht zotig werden zu lassen. Man überlässt es den Zuschauern, was sie aus den Doppeldeutigkeiten machen.

Das faszinierende an »Aufguss« ist vor allen Dingen die Dramaturgie der Story. Immer, wenn man als Zuschauer denkt, nun wäre wirklich jedes Detail und jede Verknüpfung erzählt, bringt die Geschichte eine neue Überraschung mit sich, so dass sich am Ende dann ein großes Ganzes ergibt mit einem sehr schönen Ende. Man behält als Zuschauer aber trotz dieser zahlreichen Verwicklungen immer den Überblick.

Die Zuschauer in der Stadthalle Datteln dankten es dem Ensemble mit minutenlangen Standing Ovations und nicht wenige davon werden ganz sicherlich auch bei weiteren Produktionen von »Show Werk« zu Gast sein wollen.

Nach der Aufführung stand dann noch das gesamte Ensemble, für Fotos, Gespräche und Autogramme zur Verfügung, was zeigt, das »Show Werk« im wahrsten Sinne des Wortes #Theater zum Anfassen macht.

Weitere Aufführungen von »Aufguss«

  • 23. April 2027, 20 Uhr: Theater Aula Marie Curie Gymnasium #Bönen

Informationen zu weiteren Produktionen von Show Werk online …

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