

Der Chor des ukrainischen Kulturvereins bereicherte die Feier im »Café Connect« mit mehr als einem Ständchen. Foto: Lars Haberl, »DeineDiakonie«, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
10 Jahre »Café Connect« mit »interkultureller Mittagspause« gefeiert, »DeineDiakonie« Gütersloh
10 Jahre »Café Connect« mit »interkultureller Mittagspause« gefeiert, »#DeineDiakonie« Gütersloh
- Ausstellung zeigt 10 Beispiele für erfolgreiche Integration
#Gütersloh, 8. Mai 2026
Aus 4 Köpfen, die im März 2015 im Büro von Gemeindepfarrer Stefan Salzmann über einem Konzept brüteten, ist ein äußerst erfolgreiches #Begegnungsprojekt für #Flüchtlinge in Gütersloh geworden: das »Café Connect«. Jetzt ist es 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass lud die Flüchtlingsberatung von »DeineDiakonie« zu einer festlichen »interkulturellen Mittagspause« in die Kirchstraße 10 a ein. Das Ergebnis: ein Haus voller Weggefährten, Unterstützer und Klienten, fröhliche Gesichter und eine zuversichtliche Grundstimmung.
»Die Flüchtlinge bringen die Welt nach Deutschland.« Mit diesen Worten machte Katharina Stein von der #Flüchtlingsberatung der #Diakonie deutlich, wie sehr »ihre« Klienten das Leben in der Dalkestadt bereichern. Ein Blick auf das üppige #Büffet mit #Falafel, #Borschtsch und #Somasawas (Teigtaschen) bestärkte diesen Eindruck. Gekocht und gebacken hatten Gäste und ehrenamtliche Helfer des Cafés. Für teils melancholische, teils ausgelassene Stimmung sorgte der Chor des Ukrainischen Kulturforums Gütersloh unter der Leitung von Anastasiia Chebotar.
»Mit offenen Armen willkommen geheißen« – 10 Geschichten
Wie viel das »Café Connect« den Flüchtlingen bedeutet, zeigt die Ausstellung »10 Jahre – 10 Geschichten« im #Foyer des Hauses an der Kirchstraße 10 a und direkt im »Café Connect«. Julia Korf, Katharina Stein und Marvin Hemkendreis von der Flüchtlingsberatung der Diakonie hatten dafür einen Familienvater aus #Somalia und 9 weitere Klienten interviewt. Später formulierten sie Steckbriefe und Geschichten. All das lässt sich, begleitet von Porträts, auch in einer Broschüre nachlesen. Dazu gehört das folgende Zitat von Mohamed Ismail Adan: »Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag – eine warme Tasse #Kaffee und ein süßes #Gebäck – und jemand, der mich mit offenen Armen willkommen geheißen hat. Eine kleine, einfache Geste, aber sie hat so viel bedeutet.«
»Mut müssen wir haben«
»Mut müssen wir haben bei dieser Arbeit, damit Menschen vom Rand in die Mitte der Gesellschaft kommen«, erklärte Fatma Aydin Cangülec. Als »Frau der ersten Stunde« gehörte sie zu den 4 Initiatoren des Begegnungsprojekts, zusammen mit Ernst Klinke, damals Vorsitzender des Arbeitskreises #Asyl, sowie Frank Kahle Klusmeier vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises und Pfarrer Stefan Salzmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh. 2015 hatte die Diakonie schließlich eine Flüchtlingsberatungsstelle eingerichtet, die zugleich ein Begegnungsort sein sollte. Aus einer halben sind inzwischen zwei Vollzeit Kräfte geworden. 2016 folgte die Eröffnung des »Café Connect« an der Kirchstraße 10 a, als gemeinsames Projekt von Flüchtlingsberatung und AK Asyl.
Von Beginn an veranstalteten Ehrenamtliche 4 Sprachkurse pro Woche. »Die Flüchtlinge bringen sich ebenfalls im Café ein und bieten Projekte an«, betonte Fatma Aydin Cangülec. »Hier übernehmen so viele Menschen Verantwortung. Das ist auch der Grund, weshalb es läuft.«
Nächstenliebe als Diakonie leben
Karsten Stüber, Vorstand von DeineDiakonie, dankte allen Beteiligten. »Ich bin sehr froh und stolz darüber, dass wir als Diakonie mit dem »Café Connect« so ein gutes gemeinsames Projekt haben. Erst durch ganz viele Partner sind wir überhaupt in die Lage versetzt worden, Nächstenliebe als Diakonie zu leben.« Weiter sagte der Diakonie Chef: »Wir möchten den Menschen die Chance geben, gut anzukommen.« Zentral sei für die Flüchtlinge die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen, denn Deutsch ermögliche den Zugang zu allem anderen. Das »Café Connect« biete nicht zuletzt die Möglichkeit, das »System Deutschland« kennen zu lernen.
Weitere Finanzierung ungewiss
Ein heikler Punkt bleibt die Finanzierung, denn das Begegnungszentrum muss sich selbst tragen. So viel steht für die Beteiligten fest: Ohne die Unterstützung durch die Stadt Gütersloh, die Kirchengemeinde, das Kommunale Integrationszentrum des Kreises, die Bürgerstiftung Gütersloh sowie durch viele weitere private Spender und ehrenamtliche Kräfte wäre der Fortbestand nicht möglich gewesen. Diakonie Vorstand Stüber appellierte an #Politik und Sponsoren: »Ich bin mir sicher, dass dieses Angebot weiter bestehen muss, schon allein mit Blick auf die weltpolitische Lage.«
Ernst Klinke mahnte: »Es ist unser Auftrag, für die Schwachen und die Menschen auf der Flucht da zu sein.« Sie hätten das »Café Connect« als ihren Ort angenommen. Daher sein Appell an die Stadt: »Sichern Sie dauerhaft das Angebot der Flüchtlingsberatung und schenken Sie dem Café Ihre Wertschätzung.«
Das »Café Connect« sucht kontinuierlich weitere Mitstreiter
- Unterstützung bei den Sprachkursen
- Offenes Begegnungsangebot und Sprachförderangebot im Café
- Unterstützung bei der Mutter Kind Gruppe
- Patenschaften
Interessenten können sich gern bei der Flüchtlingsberatung der Diakonie melden. Ansprechpartnerin ist Katharina Stein, Telefon +49524198673302, E Mail [email protected] …
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