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Brands Kultur Check: »Cultura Comedy Club« in der Cultura Rietberg
#Brands #Kultur #Check: »Cultura Comedy Club« in der #Cultura #Rietberg
#Lippstadt, 6. Mai 2026
Es war wieder so weit – die aktuelle Ausgabe des »Cultura #Comedy Clubs« stand an, und es menschelt, wenn Ingo Oschmann den »Cultura Comedy Club« moderiert – und wenn er das Publikum in der Cultura Rietberg als »Familie« bezeichnet, so wirkt das authentisch und ehrlich, und keinesfalls als abgedroschene Floskel.
Und neben seiner Tätigkeit als Comedian, Moderator und Zauberer hat er sich das Fan-Dasein bewahrt. So wie er in der aktuellen Ausgabe des #CCC die signierte Zeichnung eines #Ottifanten von Otto Waalkes präsentierte, die dieser ihm in Hamburg bei sich zu Hause überreichte.
Und mit dieser ehrlichen Begeisterung führt #Ingo #Oschmann auch durch das Programm dieser Ausgabe. Nebenbei erzählt er uns von den alltäglichen Erlebnissen mit seinen Kindern und bereitet dem Publikum auch diesmal wieder einen kurzweiligen Abend, bei dem man sich einfach zu Hause fühlt.
Die Oschmann’sche Eröffnung klingt nach einer brillanten Schachtaktik, ist aber die schöne Tradition, dass der »Cultura Comedy Club« jedes Mal von Tom Ludwig eröffnet wird.
Niemand außer Phil Collins selbst, klingt so sehr nach Phil Collins und wenn Tom Ludwig zu Beginn »In die Air tonight« singt ist das ein absoluter Gänsehautmoment.
Zu Beginn des zweiten Segments erhält dann Tom Ludwig immer seinen ganz eigenen Moment, den er diesmal mit »You’ll be in my heart« füllt. Und auch hier weiß der Sänger das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
Und eine weitere schöne Tradition ist es, dass Tom dann auch den »Cultura Comedy Club« mit »#Sailing« von Rod Stewart beschließt. Der Moment, wo das Publikum die #Handy #Taschenlampen zückt und die Akteure des Abends von der Bühne aus in ein Lichtermeer schauen.
Erster Gast des Abends ist Kai Magnus Sting, doch kaum hat dieser die Bühne betreten, verlässt eine Zuschauerin den Saal, um aufs Klo zu gehen, was Kai #Magnus völlig aus dem Konzept bringt. Jetzt zeigt sich aber auch die spontane Klasse des Künstlers, der gleich auf diese Begebenheit anspringt und sich in dieser Figur des Fleisch gewordenen #HB-Männchens aus dem Ruhrgebiet köstlich über das Verhalten der jungen Dame echauffiert.
Darüber hinaus ist Kai Magnus #Sting jemand, der sich über alles und jeden aufregt und aber auch nach eigener Ansicht tatsächlich den ganzen Tag über dazu Gründe geliefert bekommt.
Egal ob es der sportlich durchtrainierte #Arzt ist, der ihm #Fitnesstipps und #Ernährungstipps gibt, ob es die Anglizismen sind, die in deutschen Innenstädten immer mehr Platz einnehmen, dass #Gendern, #die Diversität oder einfach auch nur irgendjemand, für den sich lohnt, sich tierisch aufzuregen.
Das alles bringt Kai Magnus Sting in einer Intensität und mit einem Tempo auf die Bühne, dass man wirklich kaum zum Durchatmen, geschweige denn zum Klatschen kommt. Und selbst wenn dann das Publikum mal zum Klatschen ansetzt, blafft er zurück mit »Hören Sie auf zu klatschen!« Herrlich.
Er lebt im Gestern, wo seiner Ansicht nach alles besser war. Aber auch, wenn er sich tatsächlich in Rage redet, wild gestikulierend und argumentierend sein Unverständnis über Gott und die Welt äußert, so kann man ihm doch nicht böse sein und folgt seinen Ausführungen gespannt.
Kai Magnus Sting ist jemand, der sich in der modernen Welt so gar nicht zurechtfinden mag und der aus seinem Unwohlsein des Alltags auch kein Hehl macht. Und so bekommt auch schon mal die Mitarbeiterin der Kaffeebude oder aber der Jeansverkäufer zu spüren, dass Kai Magnus mit dem Gebaren und Gepflogenheiten der heutigen Generation ein wenig fremdelt.
Nach so viel geballter Alltagswut brachte Rosalie Held mit einer Mischung aus #Artistik, #Tanz und ganz viel Ausstrahlung die große #Varieté #Kunst auf die Bühne des »Cultura Comedy Clubs«.
Dazu benötigte sie in ihrer Darbietung »Love Story« lediglich die Bühne, eine Kiste und eine rote Rose, mit der sie diese Lovestory erzählt und dabei wie die Tänzerin einer Spieluhr wirkt. So grazil, zerbrechlich und doch in ihren Bewegungen sehr konzentriert.
Es ist aber auch die Musik, die dazu überragend gewählt wurde. #Indila mit »Love Story« sorgt dafür, dass die Zuschauer für den Moment dieser Darbietung in eine ganz andere Welt entführt werden.
In ihrem 2. Segment mit den Hula-Hoop-Reifen nimmt Rosalie Held in ihrer Darbietung »Feel it still« Tempo auf und zeigt, wie facettenreich ihr Wirken auf der Bühne ist. Auch hier trägt der gleichnamige Song in der Version von Sofia Carson dazu bei, dass das Publikum begeistert mitgeht, wenn Rosalie bis zu vier der Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig in Bewegung hält und sich dabei spielerisch über die Bühne bewegt.
Der 3. Gast dieser Ausgabe des »Cultura Comedy Clubs« ist Ralf Senkel, der lediglich auf einem Stuhl sitzend aus seinem Alltag erzählt, den er mit einer unfassbaren Ruhe und genauer Beobachtungsgabe wahrnimmt.
Dabei ist Ralf Senkel jemand, der den schwierigen Spagat zwischen Wortwitz, sozialkritischem Humor und Selbstironie perfekt beherrscht und das mit einem Timing seiner Pointen, das an diesem Abend ein perfektes Zusammenspiel mit dem Publikum ergibt.
Man merkt Markus Mimzek die große Freude an, an diesem Abend auf der Bühne vor diesem Publikum sitzen zu dürfen, lässt sich das in der Rolle seines Alter Egos Ralf Senkel aber natürlich nicht anmerken. Nur das verschmitzte, manchmal schüchterne Grinsen lässt darauf schließen.
Und so erzählt Ralf Senkel, seit einigen Jahren berufsuntätig, aus den Geschehnissen seines Dorfes, die Erkenntnisse seines Bäckerei Stammtisches und all seinen Beobachtungen, die er im Laufe des Tages so macht.
Sein Programm »Der hat gesessen«, das er an diesem Abend auszugsweise präsentiert, sprüht vor Wortwitz und zwar vor einem Wortwitz, wo man sich als Zuschauer so manches Mal fragt, wie man nur auf so verrückte Ideen kommt. Und immer, wenn man denkt, jetzt ist der Gag erzählt, setzt Ralf Senkel noch einen drauf. Phänomenal!
Und so wird das Publikum an diesem Abend Teil des Lebens des Ralf Senkels, der seine Erlebnisse in der Bahn, beim Einkaufen, im Restaurant, im Wartezimmer einer Arztpraxis oder wo auch immer erzählt. Und er verkörpert dabei einen dieser Menschen, die man vielleicht im realen Leben auf den ersten Blick unterschätzen würde. Dabei ist Ralf Senkel in seiner Beobachtungsgabe auch ein sehr kritischer Geist, der jedoch immer auch zunächst einmal das Gute im Menschen sieht.
Vielleicht sollte jeder von uns viel öfter den Ralf Senkel in sich wecken. Die Welt wäre womöglich eine bessere.









