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Dr. Anke Rißmann. Foto: privat, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Folsäure bei Kinderwunsch: Warum die richtige Versorgung so wichtig ist

#Folsäure bei #Kinderwunsch: Warum die richtige Versorgung so wichtig ist

Folsäure ist ein entscheidender Nährstoff für die gesunde Entwicklung eines ungeborenen Kindes – und das bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft. Darauf weist Dr. Anke Rißmann hin und erklärt, worauf Frauen mit Kinderwunsch achten sollten.

Das auch als Vitamin B9 bekannte #Folat spielt eine zentrale Rolle bei der Zellteilung, der #DNA Bildung und wichtigen Wachstumsprozessen. Besonders wichtig ist es für die Entwicklung des Nervensystems. Aus dem sogenannten Neuralrohr entstehen beim Embryo später Gehirn und Rückenmark. Ein Mangel an Folsäure gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Neuralrohrdefekte, die schwerwiegende Folgen für das Kind haben können.

»Ein ausreichend hoher Folatspiegel kann das Risiko für solche Fehlbildungen deutlich senken«, erklärt #Rißmann.

Dabei ist vor allem der Zeitpunkt entscheidend: Das #Neuralrohr schließt sich bereits in den ersten 4 Wochen der #Schwangerschaft – häufig noch bevor eine Frau überhaupt weiß, dass sie schwanger ist. »Deshalb ist es so wichtig, dass Frauen sich bereits vor einer Schwangerschaft mit Folsäure versorgen«, so Rißmann.

Eine ausgewogene, folatreiche #Ernährung ist zwar eine wichtige Grundlage, reicht mit Blick auf eine Schwangerschaft jedoch meist nicht aus. Fachleute empfehlen daher, zusätzlich Folsäure in Tablettenform einzunehmen. »Über die Ernährung allein lässt sich der Bedarf in der Regel nicht ausreichend decken«, betont Rißmann.

Die klare Empfehlung lautet: täglich mindestens 400 #Mikrogramm Folsäure ergänzend zur Ernährung – beginnend mindestens 4 Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft und fortgeführt bis mindestens zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels.

Besonders aufmerksam sollten Frauen sein, bei denen ein erhöhter Bedarf bestehen kann. Dazu gehören unter anderem Frauen, die bereits ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt hatten, Raucherinnen, Frauen mit chronischen #Darmerkrankungen oder solche, die bestimmte #Medikamente wie etwa gegen #Epilepsie einnehmen. Auch genetische Besonderheiten im Folsäurestoffwechsel können eine Rolle spielen. In diesen Fällen sollte die Dosierung individuell ärztlich abgestimmt werden.

Da etwa jede 2. Schwangerschaft ungeplant eintritt, betrifft das Thema nicht nur Frauen mit konkretem #Kinderwunsch. Auch ohne aktuelle Planung ist eine ausreichende Folsäureversorgung sinnvoll. »Aus medizinischer Sicht wäre es sinnvoll, Folsäure als #Standardempfehlung für alle Frauen im gebärfähigen Alter zu etablieren«, sagt Dr. Anke Rißmann.

Weitere Informationen zum Thema Folsäure bei Kinderwunsch und Schwangerschaft bietet die Kampagnenwebsite. Zusätzlich stellt der »Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit« kostenfreies Informationsmaterial zur Verfügung. Fachliche Unterstützung bietet zudem der Berufsverband der Frauenärzte.

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