

Jon Rafman, Main Stream Media. Poster, 2025. Bild: Jon Rafman, courtesy the artist and Sprüth Magers, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Stiftung Kunstsammlung Nordrhein Westfalen. »Main Stream Media« – Jon Rafman im »K21«, 30. Mai bis 27. September 2026
Stiftung Kunstsammlung Nordrhein Westfalen. »Main Stream Media« – Jon Rafman im »K21«, 30. Mai bis 27. September 2026
- Die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen zeigt die 1. umfassende Einzelausstellung des Filmkünstlern und Medienkünstlers Jon Rafman in Deutschland
#Düsseldorf, 16. April 2026
Die #Kunstsammlung #Nordrhein #Westfalen zeigt vom 30. Mai bis zum 27. September 2026 im »#K21« die 1. Einzelausstellung des international renommierten Künstlers Jon Rafman (geboren 1981) in einem deutschen #Museum. Die Ausstellung gibt einen Überblick über das seit 2008 entstehende Werk und stellt Rafman als einen wegweisenden Künstler des digitalen Zeitalters vor. Rafmans künstlerische Arbeiten handeln mit scharfem Blick und dunklem Humor davon, wie wir als Gesellschaft mit dem Internet und seinen ständigen Veränderungen umgehen. Anlässlich der Ausstellung erscheint eine erste monographische Publikation.
Jon Rafman wurde 1981 in #Montreal geboren und lebt in Los Angeles. Nach dem Studium der #Philosophie, #Literatur und #Film schloss er 2008 die #Kunstschule des Art Institute Chicago ab. Rafmans künstlerische Praxis verbindet virtuos erzählte Geschichten mit fantastisch grotesken Bildern und immersiven Rauminstallationen. Enthusiastisch und kritisch zugleich, nutzt er computergestützte Bildsprachen und greift neueste digitale Techniken auf. Ein medienarchäologisches Interesse zeigt sich in Rafmans Beschäftigung mit dem Schicksal virtueller Plattformen wie »Second Life« oder seinem seit 2008 betriebenen Projekt »Nine Eyes of Google Street View«.
Die #Kunst der #Digital #Natives
Seit den Anfängen des Web 2.0 in der Mitte der Nullerjahre hat die künstlerische Generation der sogenannten Digital Natives das Internet für die künstlerische Praxis erkundet und kritisch beobachtet, wie die rasant sich entwickelnde digitale Technologie die Gesellschaft prägt. Rafman nimmt eine medienarchäologische Perspektive ein, wenn er im Rückblick die individualisierten, nutzergenerierten Chatrooms und Message Boards aus der Anfangszeit des Internets thematisiert. Einst hochfrequentiert, wurden diese inzwischen zugunsten von zentralisierten Apps wie Snapchat und Instagram aufgegeben und erscheinen heute als verödete, digitale Ruinen. Rafmans Arbeit hält dieser Leere einen Spiegel vor. Er fragt nicht danach, wie weit sich die Technologie seit den Nullerjahren entwickelt hat, sondern, wie sehr wir uns als Gesellschaft dadurch verändert haben.
Die Ausstellung »Main Stream Media« im »K21« gibt in 6 Kapiteln einen Überblick über Rafmans Schaffen. An Werken aus den vergangenen 18 Jahren lässt sich nachvollziehen, wie neue technologische Werkzeuge – von spezialisierter #Software über Elemente des Videogamings bis hin zum Einsatz von #KI – nicht nur Produktionsweisen, sondern auch Ästhetiken, Bildlogiken und Erzählweisen formen. Gezeigt werden Rafmans frühe Werke wie »Kool Aid Man in Second Life« (2008 bis 2011), die drei Videos der »Betamale Trilogy« (2013 bis 2015), die vierteilige Reihe von Essayfilmen, die mithilfe von Videospiel Engines erstellt wurden (2013 bis 2018) sowie – in einem großen Kino mit humanoiden Liegestühlen die spielfilmlangen Videos »Dream Journal« 2016 2019 (2019) und »Minor Daemon Vol. I« (2020). Die neueste Arbeit der Ausstellung ist das titelgebende Projekt »Main Stream Media Network« (2025 bis 2026). Unter Verwendung von Musikvideos, die mit KI Tools erstellt wurden, handelt die Arbeit von #MTV – als eine prägende kulturelle Kraft der 1980er und 1990er Jahre – als letztes Symbol einer gemeinsamen kulturellen Realität und stellt die Frage, was »Mainstream« bedeutet, nachdem diese Realität zerfallen ist.
Die immersive räumliche Ausstattung der Ausstellung wurde mit dem Künstler und dem Architekturstudio Juvenilia entwickelt. Mit bedruckten Tapeten, Vorhängen, Planen, Teppichen, Einbauten, Requisiten und farbigem Licht bietet Rafmans Ausstellung eine abwechslungsreiche Erfahrung in größtmöglicher Distanz zum tradierten White Cube des Museums.
Jon Rafmans Ausstellung »Main Stream Media« präsentiert einen herausragenden Künstler der Gegenwart. Sie knüpft an frühere Ausstellungen im »K21« von medienkünstlerischen Positionen wie Cao Fei (2018/19), Ed Atkins (2019), Hito Steyerl (2020/21),) und Simon Denny (2020/21) an und erstreckt sich über die gesamte Ausstellungsfläche im Untergeschoss des »K21« (1.100 Quadratmeter). Nahezu gleichzeitig findet im »K21« die ähnlich avanciert mit neuen Medien operierende Ausstellung »Starmirror« von Holly Herndon und Mat Dryhurst in der Bel Etage statt (30. Juni bis 9. Oktober 2026). Kuratorinnen Karen Archey und Doris Krystof, Kuratorische Assistenz Sebastian Peter …
Publikation
Die erste monografische Publikation (deutsch/englisch) zu Jon Rafmans Werk, gestaltet von Richard Turley und Lola Dement Myers, erscheint bei Hatje Cantz. Sie enthält ein Vorwort von Susanne Gaensheimer, Essays von Valentina Tanni und Doris Krystof, ein Interview mit Rafman von Karen Archey sowie die Transkripte der Videos und zahlreiche Abbildungen (hg. von Karen Archey, Susanne Gaensheimer, Doris Krystof, rund 350 Seiten, rund 25 Euro). Die Ausstellung wird gefördert durch die »Freunde der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen«, die Karin und Uwe Hollweg Stiftung und wird unterstützt von der »LEAP Art Foundation«. Medienpartner der Ausstellung ist das Magazin »#Monopol«. Medienpartner der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen ist die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«. Die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen wird gefördert durch Ministerium für #Kultur und #Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen.
Rahmenprogramm zur Ausstellung
Eröffnung am Freitag, 29. Mai 2026, 19 bis 22 Uhr, »K20«, freier Eintritt. Es sprechen Susanne Gaensheimer, Direktorin Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, Leopold Freiherr von Diergardt, Vorstandsvorsitzender Freunde der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, Bettina Böhm, Gründerin »LEAP Foundation«, Karen Archey, Kuratorin, Doris Krystof, Kuratorin.
Sneak Peek für junge Erwachsene mit dem Künstler Jon Rafman
Bereits vor der offiziellen Eröffnung haben Studenten, Auszubildende und Schüler (ab Sekundarstufe II) die Gelegenheit, die Ausstellung »Jon Rafman. Main Stream Media« zu erleben und mit dem Künstler Jon Rafman ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Freitag, 29. Mai 2026, 16 bis 17.30 Uhr. Eintritt frei mit Studentenausweis oder Schülerausweis.
»K21 Rave« mit Jen Cardini und »DJ Fuckoff«
Im Rahmen des Eröffnungswochenendes der Ausstellung »Jon Rafman. Main Stream Media« findet wieder ein K21 Rave statt. Line up »sofiverse« 21 bis 22 Uhr, »DJ Fuckoff« 22 bis 0 Uhr, Jen Cardini 0 bis 3 Uhr. Samstag, 30. Mai 2026, 21 bis 3 Uhr, »K21« #Piazza, Ticket 20 Euro …
Der »K21 Rave« verbindet Kunst mit elektronischer Musik und verwandelt das Museum in ein einmaliges Erlebnis aus Klang, Bewegung und Gemeinschaft. Auf der Piazza trifft internationale Clubkultur auf die besondere Architektur des »K21« und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Mit den internationalen Star DJs Jen Cardini und DJ Fuckoff erwartet dich eine energiegeladene Partynacht mit klassischem Deep House, Mash ups aus #Techno, #Bass und Happy Hardcore. Sichere Dir jetzt dein Ticket, die Plätze sind begrenzt. Mehr …









