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Gemäß einer Studie der University of Ottawa wirken Emojis in der beruflichen Kommunikation inkompetent

Gemäß einer Studie der University of Ottawa wirken #Emojis in der beruflichen Kommunikation inkompetent

#Ottawa, 8. April 2026

In der persönlichen #Kommunikation spielen nonverbale Signale wie #Mimik, #Gestik und #Tonfall eine zentrale Rolle, um Absichten und Bedeutungen zu vermitteln. In der schriftlichen Kommunikation fehlen diese Hinweise jedoch oft – was leicht zu Missverständnissen führen kann. Emojis haben sich daher als beliebtes Mittel etabliert, um Textnachrichten mehr Kontext zu verleihen. Doch wie wirken sie im beruflichen Umfeld? Eine aktuelle Studie der University of Ottawa liefert dazu aufschlussreiche Ergebnisse – und die fallen eher kritisch aus.

Emojis im Job: eher Nachteil als Vorteil

Die #Forscher untersuchten, wie sich Emojis auf die #Wahrnehmung von #Kompetenz und #Angemessenheit im Arbeitskontext auswirken. Die Teilnehmer lasen verschiedene berufliche Chatnachrichten, die sich in Tonfall und Emoji Nutzung unterschieden. Das Ergebnis: #Nachrichten ohne Emojis wurden am besten bewertet. Absender wirkten kompetenter und professioneller als jene, die Emojis verwendeten.

Dennoch gab es Nuancen: Positive Emojis konnten einen leicht positiven Effekt haben – allerdings nur, wenn die Nachricht ohnehin neutral oder positiv formuliert war. Negative Emojis wurden durchgehend als unangebracht empfunden und ließen die Absender weniger kompetent erscheinen. Zudem zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen bewerteten negative Nachrichten von anderen Frauen strenger als vergleichbare Nachrichten von Männern.

Die leitende Autorin Erin L. Courtice betont, dass Emojis keineswegs neutrale Zusätze seien. Sie beeinflussen aktiv, wie Menschen im beruflichen Kontext wahrgenommen werden – insbesondere hinsichtlich Professionalität und Kompetenz.

Keine gute Strategie: Emojis zur »Abmilderung«

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Emojis eignen sich nicht, um negative Inhalte zu entschärfen. Im Gegenteil: Ein freundliches Emoji in einer kritischen oder negativen Nachricht kann unehrlich oder widersprüchlich wirken. Negative Emojis verstärken sogar den Eindruck mangelnder Kompetenz – selbst wenn die Aussage klar verständlich ist. Auch zeigte sich, dass Emojis nicht automatisch einen #Mehrwert bieten: Ein positives Emoji in einer ohnehin positiven Nachricht verbesserte die Wahrnehmung nicht zusätzlich. Der Ton der Nachricht bleibt entscheidend.

Auswirkungen auf Zusammenarbeit und Vertrauen

Gemischte Signale – etwa ein positiver #Emoji in einer kritischen Nachricht – können das Vertrauen beeinträchtigen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit verringern. Die #Studie macht deutlich, dass digitale Kommunikation im Arbeitsumfeld sensibel gestaltet werden sollte. Für die Zukunft schlagen die #Forscher vor, Emojis stärker im Kontext umfassender Kommunikationsmuster zu untersuchen. Dabei könnten Aspekte wie #Gesprächsdynamik, #Beziehungsaufbau, #Konfliktlösung und #Teamzusammenhalt eine Rolle spielen. An der Studie beteiligt war unter anderem Isabelle Boutet, deren Forschung sich mit der Wahrnehmung sozialer Signale und der Rolle digitaler Kommunikation beschäftigt.

Emojis können also in bestimmten Situationen hilfreich sein, doch im beruflichen Kontext ist Vorsicht geboten. Wer professionell wirken möchte, sollte Emojis sparsam und bewusst einsetzen – oder im Zweifel ganz darauf verzichten.

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