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Anne Frank Zentrum Berlin: Etablierte Strukturen der Antisemitismusbekämpfung und Demokratieförderung gefährdet

Anne Frank Zentrum Berlin: Etablierte Strukturen der Antisemitismusbekämpfung und Demokratieförderung gefährdet

  • Das #Anne #Frank #Zentrum ist als Teil des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus betroffen.
  • Zahlreiche Projekte von durch »Demokratie leben!« geförderten Trägern sind in Gefahr.

#Berlin, 27. März 2026

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant massive Einschnitte im #Bundesprogramm »#Demokratie leben!«. Das Programm ist seit Jahren ein wichtiger Pfeiler der #Demokratieförderung und #Prävention von #Antisemitismus, #Rassismus und anderen Formen der gruppenbezogenen #Menschenfeindlichkeit. Nach den aktuellen Plänen des Ministeriums soll auch die Förderung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus ab 2027 nicht fortgesetzt werden. Das Anne Frank Zentrum ist eine der Verbundsorganisationen und äußert sich besorgt zu den Änderungsplänen, da diese etablierte Strukturen der Antisemitismusbekämpfung und Demokratieförderung gefährden.

Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums: »Antisemitische Vorfälle haben im Jahr 2024 mit 8627 registrierten Fällen einen neuen Höchststand erreicht. Antisemitismus bedroht Juden und das gesellschaftliche Zusammenleben. Der Kooperationsverbund gegen Antisemitismus hat wirksame Strukturen für die Arbeit gegen Antisemitismus entwickelt, die nun nicht weiter gefördert werden sollen. Die Änderungen im Programm »Demokratie leben!« bedrohen die dringend benötigte, ganzheitliche Antisemitismusprävention und Antisemitismusbekämpfung. Eine längerfristige Förderung ist für den Erfolg ein wichtiger Baustein. Gerade im Zusammenspiel mit Regelstrukturen wie Schule, Hochschule, dem Kulturbereich und der Verwaltung ist die Verlässlichkeit der Angebote ausschlaggebend. Darüber hinaus erfordern die komplexen Problemlagen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote. Aber auch andere, wichtige Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusbekämpfung sind gefährdet. In Zeiten von starker gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmenden demokratiefeindlichen Entwicklungen ist das besorgniserregend.«

Die Förderung des Kooperationsverbunds ist im Jahr 2025 gestartet und war auf 8 Jahre angelegt, gebunden an eine fortlaufende wissenschaftliche Evaluation der Angebote und Träger. Diese langfristige Laufzeit ist wichtig, damit Antisemitismus nachhaltig und wirksam bearbeitet werden kann. Der Kooperationsverbund ist ein Zusammenschluss von sechs etablierten Organisationen im Themenfeld der antisemitismuskritischen Bildung und Forschung. Er besteht aus dem Anne Frank Zentrum, der Bildungsstätte Anne Frank, dem Bundesverband der Recherchestellen und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS), dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS), der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (»KIgA«) und dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

Von den geplanten Änderungen des Bundesprogramms sind insbesondere die im Bundesprogramm geförderten Kooperationsverbünde und Innovationsprojekte betroffen.

Das Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft #Lernorte, in denen sich #Kinder und #Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu engagieren. Das Anne Frank Zentrum zeigt eine ständige Ausstellung in Berlin und Wanderausstellungen in ganz Deutschland. Es setzt bundesweit Projekte um und entwickelt Materialien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des #Nationalsozialismus und des #Holocaust sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung heute. Der gemeinnützige Verein hat seinen Sitz in Berlin, ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten. Mehr

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