

Foto: Martin Steffen, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Cultura Rietberg: Frank Goosen, »Lovely Rita«, 25. März 2026
Cultura Rietberg: Frank Goosen, »Lovely Rita«, 25. März 2026 – #Ticketverlosung und #Interview
Gütersloh, 24. März 2026
In seinem neuen #Roman und der dazugehörigen Leseshow geht Frank Goosen in die Kneipe. Beziehungsweise schickt er Roland Förster dorthin, den wir, ebenso wie Fränge und Brocki schon aus anderen Büchern kennen. Förster soll über die letzten Tage der alten Eckkneipe »Haus Himmelreich« schreiben. Also hockt er am Tresen und kommt ins Gespräch: mit dem Käpt’n, dem Langen und mit Willi Trommer, Typen, die schon seit Urzeiten hier sitzen. Auch mit Harry, dem alten Sozialdemokraten und mit Gisela, der Kunstzapferin. Vor allem aber ist da Rita Urbaniak, Lovely Rita, die Wirtin, die eigentlich Grundlagen des Marxismus studiert hat, dann aber Anfang der Siebziger die Kneipe von ihrem verstorbenen Onkel übernahm. Und die aufmüpfige Nichte musste sie auch noch großziehen. Dann wären da noch die Wachholder Anni, Ronnie in der Lederjacke, die mal eine Tasche voller Geld anschleppt oder Faris, der Comedian. »Lovely Rita« ist die figurensatte, witzige und anrührende Geschichte einer untypischen Wirtin in einer typischen Kneipe, wo echte Kerle auch schon mal an der Wand lesen müssen, dass das Land neue Männer brauche. Die Kneipe als Schnittpunkt unterschiedlichste Lebensgeschichten. Fürs Herrengedeck wird die letzte Runde eingeläutet.
Und ist es nicht absurd, dass die #Schaumkrone auf einem #Pils »Blume« heißt, das Glas aber »Tulpe?«
#Hartmut #Brand interviewt Frank #Goosen
In der Cultura in Rietberg stellen sie ihren neuesten Roman »Lovely Rita« vor und werden daraus vorlesen. Worum geht’s in diesem Roman?
In dem Roman hat der Ich Erzähler den Auftrag bekommen, über die letzten Tage einer alten Eckkneipe zu schreiben. Im Mittelpunkt stehen die Wirtin Rita Urbaniak, die eigentlich mal was ganz anderes machen wollte, ihre Schwester Chris, die jahrzehntelang in der großen weiten Welt unterwegs ist, um die große Freiheit, das große Glück zu suchen, und es geht um Chris‘ Tochter Verena, die bei Rita in der Kneipe aufwächst. Zwischendurch erfahren wir viel Interessantes, Witziges, Anrührendes über die zum Teil sehr skurillen Typen am Tresen.
Das »Haus Himmelreich« ist das Ergebnis ihrer eigenen Erinnerungen an verschiedene Kneipen. Wie wichtig war es ihnen dabei, nicht nur die schönen Erinnerungen mit einzuarbeiten?
Sehr wichtig, da ja das ganze Leben nicht ausschließlich aus schönen Erinnerungen besteht. Erst die Mischung macht auch einen Roman erst interessant.
Macht aber auch das gerade Ihre persönliche Liebe zum #Ruhrgebiet aus, dass sie ihre Figuren nicht immer nur strahlend, sondern auch mit Ecken und Kanten und persönlichen Misserfolgen zeichnen?
Das liegt einfach in der Natur der Sache. Kein Roman, egal wo er spielt, ist interessant, wenn die Figuren flach und eindimensional sind.
Man hat beim Lesen das Gefühl, dass in diesem neuen Buch nun auch das Kräfteverhältnis der Geschlechter ein wenig kippt. Die Frauen in »Lovely Rita« stehen trotz aller Höhen und Tiefen mit beiden Beinen fest im Leben.
»Lovely Rita« ist tatsächlich mein erster Roman, in dem Frauen stärker im Mittelpunkt stehen. Dabei war mir wichtig, Frauen nicht als Opfer zu zeigen. Alle nehmen, auf die eine oder andere Weise, irgendwann ihr Schicksal selbst in die Hand. Auch die Wacholder Anni, die erst eher schräg rüberkommt, hat eine harte Geschichte, in deren Verlauf sie sich irgendwann entschlossen hat, im wahrsten Sinne des Wortes zurückzuschlagen.
Wie kann man sich eine #Lesung mit Frank Goosen vorstellen?
Als sehr lebendig. Ich erzähle auch viel drumherum, über meine Kneipenerfahrungen, aber auch über den Schreibprozess und meine Inspirationsquellen. Und auch wenn ich zwischendurch mal eine ernste Stelle vorlese, darf viel gelacht werden.
Wie wichtig ist ihnen bei solchen Veranstaltungen auch der Austausch mit dem Publikum?
Das Publikum ist der Ast auf dem ich sitze. In der Pause signiere ich und dabei kommt es oft zu tollen Gesprächen. Manchmal erzählen mir Leute Geschichten, die ich gleich in den 2. Teil einbauen kann.
#Kneipen, #Buchhandlungen, #Theater. Die Veranstaltungsorte sind bunt gemischt. Wie geht man bei der Auswahl solcher Veranstaltungsorte vor?
Ich habe viele Veranstaltungsorte, in denen ich immer wieder auftrete. Die fragt meine Agentur bei einem neuen Projekt immer als erstes an. Und dann fragen viele von sich aus an. Die Mischung macht die Sache sehr interessant. Vom #Schauspielhaus #Bochum über eine #Fußballkneipe in #München bis hin zu einer alten #Schnapsfabrik in #Leipzig.
Wäre es für sie auch denkbar gewesen, wie seinerzeit beim »#Tresenlesen« mit Jochen #Malmsheimer, ausschließlich in Kneipen und Cafés aufzutreten?
Wir sind mit »Tresenlesen« auch nur am Anfang vor allem in Kneipen aufgetreten. Nach 1, 2 Jahren ging es dann schon auf die Kabarettbühnen des deutschsprachigen Raumes. Da mir das Vorlesen großen Spaß macht, hoffe ich vor allem, dass ich das noch sehr lange machen kann, egal wo.
Im Freundes und Bekanntenkreis nimmt man in letzter Zeit eine #Social #Media Sättigung wahr. Viele sind genervt von dem Einsatz der #KI. Ist das vielleicht die Chance für die Kneipen als Ort des ehrlichen gesprochenen Wortes?
Alle Arten von Liveveranstaltungen, egalb ob in Kneipen, Theatern oder in Parks und auf Marktplätzen sind Alternativen zu KI und virtuellen Welten. Wobei ich beides gar nicht komplett ablehne. Aber das Liveerlebnis wird immer wichtig bleiben, bei Menschen jeden Alters.
»Ist nicht das schlechteste, für andere da zu sein«, sagt irgendwann mal die Wirtin Rita. Ist das die Message ihres Buchs, die sie den Lesern Ihres Buches und Zuschauern der Veranstaltung mit auf den Weg geben wollen?
Ich glaube, es war #Goethe, der sagte: Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Ich möchte niemandem eine Message aufdrängen. Es geht nie um die alte Schulfrage »Was wollte der Dichter uns damit sagen?«, sondern immer darum, was Kunst in einem selbst auslöst.
Sollte »Lovely Rita« irgendwann mal verfilmt werden, wen hätten Sie in der Rolle der Rita im Auge?
Jamie Lee Curtis. Aber ich glaube, das ist unrealistisch.
Dann darf ich mich recht herzlichen bedanken, wünsche Ihnen mit »Lovely Rita« viel Erfolg und viel Freude auf dieser #Lese #Tour.
Mittwoch, 25. März 2026, 20 Uhr, #Cultura – #Sparkassentheater an der #Ems, Torfweg 53, 33397 Rietberg, Tickets Online, »#NOW« verlost 1 mal 2 Tickets für die Veranstaltung, Teilnahme per E Mail an [email protected] …









