

»Dönekens« werden gerne zu später Stunde erzählt – auch in Jugendherbergen. Foto: LWL Medienzentrum für Westfalen, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
LWL präsentiert Wort des Monats: »Döneken« – zwischen Anekdote und Schwank
#LWL präsentiert Wort des Monats: »#Döneken« – zwischen #Anekdote und #Schwank
#Westfalen, 19. März 2026
Das plattdeutsche Wort »Döneken« meint kurze lustige #Geschichten. Es ist so bekannt, dass es bei vielen Aufzählungen uriger plattdeutscher Wörter dabei ist. In den meisten Fällen wird die Mehrzahlform verwendet, also »Dönekens« oder »Dönekes«, wissen die Sprachwissenschaftler des »Landschaftsverbands #Westfalen #Lippe« (LWL).
Aus #Borgholzhausen im Kreis #Gütersloh ist zum Beispiel folgender Satz überliefert: »Oms, in der Schnuidertuit, wärt Doinkens votellt«. Das heißt etwa: »Abends, in der Abenddämmerung werden lustige Geschichten erzählt.« »Die ›Schnuidertuit‹, also die ›Schneiderzeit›, ist die Zeit, wenn sich die #Schneider oder #Schnaken zu kleinen #Schwärmen versammeln«, erklärt Dr. Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für #Mundartforschung und #Namenforschung beim LWL.
Vor allem im Plattdeutschen aus #Minden, #Ravensberg und #Lippe gibt es außerdem noch die Bedeutung »lustiger Streich, närrischer Einfall«. In #Enger #Oldinghausen (Kreis #Herford) sagt man beispielsweise: »Hai hatt ollerhand Doinkens in’n Koppe«. Das bedeutet: »Er hat allerhand Flausen im Kopf.« »Ursprünglich ist das Wort die Verkleinerungsform von ›Don‹ (›Ton, Klang‹). ›Dönekes‹ sind also eigentlich ›Tönchen‹«, so Denkler.









