Digital Fairness Act: »AlgorithmWatch« unterstützt offenen Brief für mehr Fairness auf Tech PlattformenZoom Button

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Digital Fairness Act: »AlgorithmWatch« unterstützt offenen Brief für mehr Fairness auf Tech Plattformen

Digital Fairness Act: »AlgorithmWatch« unterstützt offenen Brief für mehr Fairness auf Tech Plattformen

#Berlin, 13. März 2026

Die digitale Welt ändert sich rasant – für User und Verbraucher nicht immer zum Besseren. »#AlgorithmWatch« schließt sich nun kurz vor dem »World Consumer Day« am 15. März 2026 europäischen Verbraucherschutzverbänden an und unterstützt einen offenen Brief an die Europäische Kommission, den geplanten »Digital Fairness Act« (#DFA) aktiv voranzubringen, mehr

#Spielautomaten in #Grundschulen, gefährliche #Nahrungsergänzungsmittel in der #Apotheke und #Alkoholwerbung in der #Psychotherapie #Praxis: So ähnlich könnte eine unregulierte, analoge Welt ohne Verbraucherschutzrechte aussehen. Im Netz sieht es leider oft genau so aus und viele aktuelle Entwicklungen in der digitalen Welt verlaufen für Nutzer und #Verbraucher nicht gerade zum Besseren. Doch mehrere für die Menschen wichtige Regulierungsvorhaben der #Europäischen #Union sind in der letzten Zeit immer wieder unter Druck geraten. Vor dem »World Consumer Day« am 15. März 2026 unterstützt »AlgorithmWatch« daher einen Offenen Brief an die #Europäische #Kommission, den geplanten »Digital Fairness Act« aktiv voranzubringen. Der Offene Brief wurde von #BEUC, dem Dachverband der europäischen Verbraucherorganisationen, vorbereitet.

Nebst bereits bestehenden Regulierungen, wie dem »Digital Services Act« und der #KI #Verordnung, begrüßt »AlgorithmWatch« das Gesetzesvorhaben, da es bestehende regulatorische Unschärfen adressieren würde und einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Grundrechte von Verbrauchern im digitalen Raum leisten kann.

»Personalisierte und auf Schwächen abzielende Werbung, sogenanntes süchtigmachendes Design, und Dark Patterns, also Designs, die Nutzende zu einem bestimmten Verhalten verleiten, begegnen uns fast überall im Internet. Diese Praktiken sind keine vereinzelten Phänomene, sondern müssen als Teil des Geschäftsmodells der Betreiber verstanden werden. Digitale Geschäftspraktiken, die Verbraucher manipulieren und schädigen, werden bewusst als Wettbewerbsvorteil ausgenutzt. Ethische Alternativen haben es dadurch erheblich schwerer, sich im digitalen Markt zu etablieren, oder werden gänzlich aus diesem verdrängt«, sagt Eva Lejla Podgoršek, Senior Policy Manager bei »AlgorithmWatch«.

Der #DFA würde daher auch anständigen Unternehmen und Anbietern zum Vorteil gereichen: »So wenig wie der #Verbraucherschutz den #Einzelhandel oder die #Innenstädte gefährdet, so wenig schadet der ›Digital Fairness Act‹ der #Digitalwirtschaft oder dem #Internet. Das Gegenteil ist der Fall: Wer die Aufenthaltsqualität im Netz nicht der völligen Erosion preisgeben will, muss dafür sorgen, dass das Machtgefälle, das derzeit zugunsten der Plattformbetreiber ausfällt, reduziert wird. Die Manipulation von Nutzern darf nicht länger als vermeintlich normale #Geschäftspraxis verstanden werden«, sagt Eva Lejla Podgoršek, Senior Policy Manager bei »AlgorithmWatch«.

Dabei steht auch die #Bundesregierung in der Pflicht, die sich im #Koalitionsvertrag für ein »“Verbot unlauterer Geschäftspraktiken wie #Dark #Patterns und süchtigmachenden Designs« ausgesprochen hat. »Die Unterstützung für den Digital Fairness Act ist die Nagelprobe, ob die Koalition ihr Anliegen ernst meint«, sagt Eva Lejla Podgoršek, Senior Policy Manager bei »AlgorithmWatch«. 

Hintergrund und Begriffserklärungen

Der »Digital Fairness Act« (DFA)#36b37e" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="textColor" style="background-color: initial;"> ist ein Gesetzesvorhaben der Europäischen Kommission, welches sich derzeit noch in Ausarbeitung befindet und darauf abzielt,#36b37e" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="textColor" style="background-color: initial;"> #36b37e" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="textColor">ein gerechteres Internet durch die Eindämmung von Geschäftspraktiken zu schaffen, die auf dem Einsatz unethischer Techniken beruhen#36b37e" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="textColor" style="background-color: initial;">. Ein solches Regelwerk würde die Chance bieten, dieses Problem anzugehen, indem es europäisches Verbraucherschutzrecht und weitere Regeln, beispielweise in den Anwendungsbereichen des Digital Services Act und des Digital Markets Acts sowie der KI Verordnung ergänzt.

Dem Entwicklungsprozess um den DFA sind ein »Digital Fairness Fitness Check« vorausgegangen, bei dem die Europäische Kommission die bestehenden Verbraucherschutzrichtlinien daraufhin überprüfte, inwieweit sie den Herausforderungen einer digitalen Welt gerecht werden. Außerdem gab es eine anschließende öffentliche Konsultation im Oktober 2025, an der auch »AlgorithmWatch teilnahm«. 

Dark Patterns sind Designstrategien auf Online Plattformen und Marktplätzen, die gezielt dazu genutzt werden, die freie Entscheidungsfähigkeit von Nutzern zu verzerren und sie damit irreführend zu Entscheidungen und Interaktionen zu verleiten, die sie sonst möglicherweise unterlassen würden.

Süchtigmachendes Design, oder »addictive design«, beschreibt Designfunktionen, die bewusst daraufhin optimiert wurden, ein zwanghaftes oder übermäßiges Nutzungsverhalten zu fördern, indem sie es Verbrauchern erschweren, sich von einem Online Dienst zu lösen. Der Begriff »süchtigmachendes« oder »addictive Design« entspricht dabei der offiziellen Verwendung der Gesetzgeber. Wir möchten an dieser Stelle anmerken, dass wir uns grundsätzlich für die Verwendung des Begriffs »compulsive design« aussprechen, um eine Medikalisierung von Elementen digitaler Service Architekturen zu vermeiden, die fälschlicherweise eine klinische Diagnose nach psychologischen Kriterien nahelegen würde.

Über »AlgorithmWatch«

»AlgorithmWatch« ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation in #Berlin und #Zürich. Wir setzen uns dafür ein, dass Algorithmen und #Künstliche #Intelligenz (#KI) #Gerechtigkeit, #Demokratie, #Menschenrechte und #Nachhaltigkeit stärken, statt sie zu schwächen. Hierfür untersucht und beobachtet »AlgorithmWatch« algorithmische Entscheidungssysteme und prozesse und ihre Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaften, erklärt Strukturen, Systeme und Prozesse und entwickelt Vorschläge und Handlungsempfehlungen für die Regulierung des Einsatzes von KI Systemen und Automatisierungswerkzeugen. AlgorithmWatch wurde 2016 gegründet. 2023 wurde »AlgorithmWatch« mit dem Brandenburger Freiheitspreis und 2024 mit dem Bundespreis Verbraucherschutz ausgezeichnet.

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