Museum für Textile Kunst (MFTK) Hannover: Fragile Schönheit trifft Klöppelspitze – wie Kunst Korallen rettet, 28. Februar 2026 bis 28. Februar 2027Zoom Button

»SeaArt« trifft Bunker: Jérémy Gobé stellt erstmals in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem MFTK, Hannover, aus - hier vor einer gewebten Struktur in Form eines Korallenriffs. Foto: Klöpper Fotodesign, MFTK, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Museum für Textile Kunst (MFTK) Hannover: Fragile Schönheit trifft Klöppelspitze – wie Kunst Korallen rettet, 28. Februar 2026 bis 28. Februar 2027

Museum für Textile Kunst (#MFTK) #Hannover: Fragile Schönheit trifft #Klöppelspitze – wie #Kunst #Korallen rettet, 28. Februar 2026 bis 28. Februar 2027

#Hannover, 26. Februar 2026

Mit der außergewöhnlichen #Sonderausstellung »Jérémy Gobé – Lace is more – die Kunst mit Spitze Korallen zu retten« zeigt das Museum für Textile Kunst (MFTK) Hannover erstmals in Deutschland exklusiv Arbeiten des französischen Künstlers und Gründers des Projekts »#Corail #Artefact«. #Jérémy #Gobé, Jahrgang 1986, gehört zu den international renommiertesten Künstlern der »Environmental Art« (Umweltkunst). Mit »Corail Artefact« verbindet er in mehreren Projekten #Kunst, #Wissenschaft und innovative Technologien sowie #Bildung, um Korallenriffe wieder herzustellen. Die #Dauerausstellung »#Textile #Weltreise« bleibt geöffnet.

#Korallenriff im #Bunker

Blaues Licht wie in den Untiefen des Meeres, gepaart mit textilem Gewebe an dicken Wänden und Decken, die wie Felsen wirken, vermitteln Besucherinnen und Besuchern die Illusion eines Korallenriffs. Der besondere Ort des Museums, ein im zweiten Weltkrieg erbauter Bunker, bildet den Kontrast zu der zarten Ästhetik der Kunstwerke von Jérémy Gobé und stellt gleichzeitig den Bezug zur oft unerbittlichen Realität der von Menschen beeinflussten Umwelt her. Der in Paris lebende Künstler ist bekannt dafür, traditionelle Handwerkstechniken in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen. Besonders fasziniert ihn die Klöppelspitze, ein filigranes Kunsthandwerk, das er mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel verknüpft. Ebenso gilt seine Aufmerksamkeit seit langem Korallen mit ihren skulpturalen Formen und ihrer Farbenpracht.

Initiiert hat die Ausstellung die Museumsgründerin und Modedesignerin Erika Knoop. Das MFTK setzt sich seit seiner Gründung 2007 für den umweltverträglichen Umgang mit Textilien ein und will mit der aktuellen Ausstellung zeigen, welch enormes Potenzial in der Entwicklung neuer Fasern in Verbindung mit traditionellen Handwerkstechniken steckt. Begleitend zur Sonderausstellung finden Workshops und Lesungen statt. Für die aktuelle Sonderausstellung konnte das MFTK namhafte Förderer gewinnen.

Gobé entdeckt: Korallen lieben Spitze

Das Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns lernte Gobé 2017 in einer kurz vor der Schließung stehenden Fabrik in Le Puy-en-Velay, Südfrankreich, kennen. Er entdeckte das traditionelle Muster der feinen Netzspitze aus organischem Material wie Seide oder Baumwolle. Gobé traf es wie ein Blitz: Das Muster der Spitze erinnerte ihn sofort an die Struktur von Korallen. Mit diesen besonderen Meerestieren beschäftigte er sich schon länger in seinem künstlerischen Schaffen. Die Farbenpracht und Formenvielfalt der stark bedrohten Korallenriffe faszinieren ihn. Die große Ähnlichkeit der Klöppelspitze mit Korallen brachte ihn auf die Idee, ein Experiment in einem Meeresaquarium zu starten – und tatsächlich siedelten sich die Larven der Korallen an der Spitze mit ihrer korallenähnlichen Struktur an.

Das Projekt »Corail Artefact«

Jérémy Gobé gründete aufgrund der positiven Ergebnisse mit Klöppelspitze 2019 das Projekt »Corail Artefact«, um einen Beitrag zur Rettung der Korallenriffe zu leisten. Die interdisziplinäre Initiative verbindet Kunst, #Wissenschaft und #Forschung, innovative Technologien und Unternehmen der Meeresaquaristik miteinander. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines ökologischen Betons und eines ökologischen Biopolymers, mit dem sich korallenförmige Strukturen und Halterungen für Ableger von Korallen im 3D-Druck herstellen lassen. Die Materialien namens CCA und BCA (Abkürzungen für Concret Corail Artefact und Biopolymer Corail Artefact) sind 100 Prozent umweltverträglich für die Meere, wobei BCA sogar biologisch abbaubar ist. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger, biologisch abbaubarer Trägerstrukturen, die das Wachstum und die Wiederansiedlung von Korallen erleichtern. Gobé kombiniert dabei Textilkunst mit #Meeresbiologie: Die Spitze wird inzwischen aus biobasierten BCA-Fäden gefertigt. Die Ausstellung zeigt erstmalig Muster, die mit diesen Fäden entwickelt wurden. »Corail Artefact« arbeitet mit verschiedenen Meeresschutzorganisationen und Umweltschutzorganisationen zusammen.

Erfolgreiche Tests

Die ersten Tests fanden im französischen Meereszentrum »Nausicaá« statt. Dort wachsen verschiedene Korallenarten erfolgreich auf den von »Corail Artefact« entwickelten Strukturen. Was als künstlerisches Experiment begann, hat sich zu einer wissenschaftlich fundierten, ökologisch wirksamen Lösung entwickelt. Seiner Überzeugung nach soll Kunst für die Gesellschaft da sein und nicht die Gesellschaft für die Kunst. Daher gehören auch Bildungsprogramme zum Konzept seiner Initiative. Das Projekt »Corail Artefact« ist ein Beispiel dafür, wie Künstler mit ihrer Kreativität zur Lösung der Probleme unserer Zeit, wie dem Klimawandel, beitragen können.

Über Jérémy Gobé

Jérémy Gobé, Jahrgang 1986, lebt und arbeitet in Paris. Er ist Absolvent der französischen Hochschulen »Beaux arts« in #Nancy und »Arts Décoratifs« in #Paris. Er gehört zu den Künstlern, die davon ausgehen, dass Kunst einen Beitrag zur Lösung der großen Herausforderungen der Menschheit, wie beispielsweise dem #Klimawandel, leisten kann. Seine Ausstellungen sind international gefragt. Seine Arbeiten erhielten viele Auszeichnungen. Durch sein Interesse an der Umwelt ist sein künstlerisches Schaffen der Wissenschaft nähergekommen. Er ist Gründer des Projekts »Corail Artefact«, das einen Beitrag zur Rettung von Korallenriffen leistet. Mehr

Museum für Textile Kunst (MFTK)

Das Museum für Textile Kunst (MFTK) engagiert sich für einen achtsamen, sozialverträglichen und umweltfreundlichen Umgang mit Kleidung. Die Dauerausstellung zeigt kostbare und besondere Textilien aus aller Welt. Der Ausstellungsort ist ebenfalls besonders: In einem renovierten Bunker des Zweiten Weltkriegs befindet sich die wertvolle von Modedesignerin und Museumsgründerin Erika Knoop in über 40 Jahren zusammengetragene Textilsammlung, die als Dauerausstellung »Textile Weltreise« durchgehend geöffnet ist. Führungen sind während der Öffnungszeiten und nach telefonischer Anmeldung möglich.

Museum für Textile Kunst (MFTK), Borchersstraße 23, 30559 Hannover, dienstags bis freitags 11 bis 18 Uhr, sonntags 11 bis 16 Uhr, Eintritt 10 Euro, Studenten und Schüler 8 Euro, 12 bis 16 Jahre 5 Euro, #Kinder bis 11 Jahre haben freien Eintritt

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