Hausärzte kritisieren »Geschäftsmodell Dringliche Facharzt Termine«Zoom Button

Ein Hausarzt sitzt in einem Sprechzimmer seiner Hausarztpraxis. Foto: Sebastian Kahnert, DPA, WDR, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Hausärzte kritisieren »Geschäftsmodell Dringliche Facharzt Termine«

#Hausärzte kritisieren »#Geschäftsmodell »Dringliche Facharzt Termine«

#Köln, 18. Februar 2026

Wer einen #Facharzttermin bekommen will, muss oft sehr lange auf einen Termin warten. In medizinisch dringenden Fällen stehen dem #Hausarzt jedoch 2 Instrumente zur Verfügung, die #Kassenpatienten einen schnelleren Termin beim Facharzt verschaffen sollen: #Dringlichkeitscodes und #Hausarztvermittlungsfälle. Für diese Behandlungen dürfen Fachärzte teils deutliche Zuschläge extra budgetär abrechnen. Aber: Nutzen manche Fachärzte das Abrechnungssystem aus, um mit Hilfe dieser Instrumente ihr #Honorar für die #Behandlung gesetzlich Versicherter zu erhöhen?

Zumindest bejahen das über alle Bundesländer hinweg mehr als 750 Hausärzte in einer nicht repräsentativen Umfrage, die der WDR für das ARD Kompetenzcenter »Verbraucher« durchgeführt hat. Gut 820 Hausarztpraxen hatten bei der Umfrage mitgemacht.

Die Umfrage vom WDR Verbrauchermagazin »Markt« zeigt: Viele Hausärzte fühlen sich unter Druck gesetzt, weil die besser bezahlten Überweisungen auch in Fällen eingefordert würden, die medizinisch nicht eilig oder nur Routine seien. Patienten mit normalen Überweisungen würden von Fachärzten zurück in die Hausarztpraxen geschickt.

Das #Terminservicegesetz und #Versorgungsgesetz, das die Instrumente Dringlichkeitscode und Hausarztvermittlungsfall beinhaltet, war 2019 eingeführt worden. Aktuell steht es heftig in der Kritik: Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen und der Bundesrechnungshof beklagen, dass es für hohe Zusatzkosten sorge. Diese müssten die Beitragszahler stemmen. Das #Gesetz habe seinen Sinn verfehlt: Die Wartezeiten für einen Facharzttermin seien für Kassenpatienten gestiegen, nicht gesunken.

Der #Spitzenverband der #Fachärzte Deutschlands sieht finanzielle Anreize als notwendig für einen Ausbau des Terminangebots an. Nur so könnten Praxen Personal einstellen und in moderne Versorgung investieren. Der Verband setzt sich für die vollständige Entbudgetisierung fachärztlicher Leistungen ein.

Der Beitrag zum Thema wird im WDR Verbrauchermagazin »Markt«, im WDR Fernsehen, am 18. Februar 2026, 20.15 Uhr, ausgestrahlt.

Beteiligt sind die folgenden WDR Data Journalisten und »Markt« Autorinnen: »WDR Data« Nándor Hulverscheidt, Redaktion Elena Riedlinger, Urs Zietan, WDR »Markt« Birgit Brückner, Birgit Bonk, Redaktion Petra Wagner.

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT

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