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Foto: »Brotfabrik«, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Ein Jahresbeginn mit Wandel: personelle Veränderungen in der »Brotfabrik Berlin«

Ein Jahresbeginn mit Wandel: personelle Veränderungen in der »#Brotfabrik #Berlin«

#Berlin #Weißensee, 9. Februar 2026

Trotz allgegenwärtiger Krisen im Berliner Kulturbereich feierte im letzten Jahr das Kunstzentrum und Kulturzentrum »Brotfabrik am #Caligariplatz« sein 35jähriges Jubiläum. Nun gibt der Vorstand des Trägervereins »#Glashaus« zum Jahresanfang einige personelle Veränderungen auf Kuratorenebene bekannt.

Das Jubiläumsjahr 2025 hatte für die »Brotfabrik« mit Zukunftsängsten begonnen. Aufgrund der angedrohten Kürzungen des Kulturetats, andauernder politischer Instabilität und horrender Preissteigerungen wurde die Zukunft der »Brotfabrik« noch ein bisschen unsicherer als es ein Haus der #freien #Szene ohne institutionelle Förderung ohnehin ist. Zwar blieb letztlich das Mehrspartenhaus an der Weißenseer Spitze von Kürzungen seiner Projektförderungen weitestgehend verschont, strukturelle Fördermöglichkeiten allerdings wurden leider zerschlagen. Gleichzeitig bahnten sich bereits 2025 personelle Veränderungen im 7 köpfigen Kuratorenteam an.

»BrotfabrikKino«

Zum 31. Januar 2026 verabschiedet sich der Filmwissenschaftler Dr. Claus Löser als freier Filmkurator von der »Brotfabrik«. Als Mitgründer der »Brotfabrik« und des Vereins »Glashaus« prägte er das »#BrotfabrikKino« über 35 Jahre hinweg maßgeblich. Parallel zu seiner engagierten Programmarbeit promovierte er und veröffentlichte Bücher und Dokumentarfilme. Zudem setzte er sich als Jurymitglied nachhaltig für die deutsche Filmkultur und Kinokultur ein. Wie die Berliner Zeitung kürzlich würdigte, »linderte« Claus Löser über Jahrzehnte die »Not unterversorgter Cineasten«. Das von ihm gegründete Filmarchiv ex.oriente.lux sowie zahlreiche Programmauszeichnungen für das »BrotfabrikKino« zeugen von seiner fachkundigen Arbeit. Trotz wachsender Konkurrenz durch Multiplex Kinos, technischer Umbrüche und veränderter Sehgewohnheiten etablierte er erfolgreich das erste Programmkino Ostberlins. In den 2020er Jahren nahm der Publikumszuspruch für das künstlerisch anspruchsvolle Programm jedoch zunehmend ab. Der Vorstand des Vereins »Glashaus« und das gesamte Team der »Brotfabrik« danken Claus Löser herzlich für sein jahrzehntelanges Engagement und wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen Weg alles Gute.

Claus Lösers Nachfolger als Filmkurator der »Brotfabrik« wird Hansi Oostinga, der bereits während seines Studiums der #Filmwissenschaften, #Theaterwissenschaften und #Politikwissenschaften zum damals entstehenden Kollektiv des Berliner »#Lichtblick Kinos« hinzustieß. Seit Mitte der 1990er Jahre kuratierte er dort unzählige Filmveranstaltungen und Reihen, Werkschauen, Retrospektiven und Festivals. Hansi Oostinga war zusätzlich als Programmmacher aktiv für das #Ruhlsdorfer #Sommerkino und die #Freilichtbühne #Weißensee. Neben politischen Fragen interessieren ihn in seiner kuratorischen Arbeit insbesondere die Grenzbereiche zu #Musik, #Literatur und #Bildende #Kunst, was ihn prädestiniert in einem Mehrspartenhaus wie der »Brotfabrik« zu arbeiten. Seine Kurationstätigkeit für das »BrotfabrikKino« wird treffend ergänzt durch die 2014 von Hansi Oostinga gegründete »#Sabcat #Media«, einer Agentur für cineastische Events.

»BrotfabrikBühne«

Nach 18 Jahren gab zum Jahresende 2025 der langjährige Leiter der #Bühne Nils Foerster das Ende seiner Kurationstätigkeit für das Haus bekannt. In dieser Zeit hat Foerster die Bühne der »Brotfabrik« als festen Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft und als wichtige Stadtteilakteurin im Bezirk Pankow etabliert. Unter seiner Leitung entwickelte sich die »BrotfabrikBühne« zu einem Ort, an dem künstlerische Arbeit, kulturelle Teilhabe und stadtgesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbunden wurden. Die Bühne erlangte über den Kiez hinaus Relevanz als Raum für kulturelle Produktion, soziale Vernetzung, Theaterpädagogik und niedrigschwellige Zugänge zur breiten Palette darstellender Künste. Nils Foerster verlässt die »Brotfabrik«, um sich künftig verstärkt eigenen Theaterprojekten widmen zu können. Der Vorstand des Vereins »Glashaus« und das gesamte Team der »Brotfabrik« danken Nils Foerster herzlich für sein Engagement und wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren beruflichen Werdegang.

Seit Januar 2026 hat der Schauspieler und Regisseur Stefan Kreißig die Leitung der »BrotfabrikBühne« übernommen. Er arbeitete bereits in den vergangenen 5 Jahren zusammen mit Nils Foerster in Doppelspitze für die Bühne. Stefan Kreißigs Enga gement steht für Kontinuität und Vielfalt des Bühnenprogramms sowie für eine enge Verankerung im Stadtteil. Sein Anliegen ist es, die »BrotfabrikBühne« als offenen Ort der Begegnung, des Austauschs und des kulturpolitischen Diskurses weiterzuentwickeln — insbesondere im Spannungsfeld von Stadtentwicklung, kultureller Infrastruktur und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Vor dem Hintergrund wachsender sozialer und räumlicher Herausforderungen in Berlin versteht sich die »BrotfabrikBühne« damit auch künftig verstärkt als Ort demokratischer Praxis, kultureller Vielfalt und gelebter Akzeptanz.

»Brotfabrik Berlin«

Die »Brotfabrik« ist ein Berliner Kunstzentrum und Kulturzentrum. Es liegt am Caligariplatz im Ortsteil Weißensee. Heute befinden sich darin eine Galerie, eine Bühne, ein Kino, ein Inklusivatelier, ein Kabinett sowie eine Kneipe mit Salons. Die eigentliche #Brotfabrik, hervorgegangen aus einer #Bäckerei unter dem Namen »Brotfabrik Michael Kohler – erste Zerpenschleuser Landbrotbäckerei« wurde 1914 errichtet. Nachdem das Haus ab 1986 als Jugendclub der #Kunsthochschule »An der Weißenseer Spitze« fungierte, wurde nach der Wende der Verein »Glashaus« gegründet, der die Veranstaltungen in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, #Film und Literatur trägt. Mehr

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