Lippisches Landesmuseum Detmold: Verkehrte Welt, Spiegel und Aberglaube, 15. Februar 2026Zoom Button

Spiegel als potenziell gefährliche Grenzgänger zwischen Diesseits und Jenseits. Foto: Lippisches Landesmuseum Detmold, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Lippisches Landesmuseum Detmold: Verkehrte Welt, Spiegel und Aberglaube, 15. Februar 2026

Lippisches Landesmuseum Detmold: Verkehrte Welt, Spiegel und Aberglaube, 15. Februar 2026

  • Sonderführung zur Weiberfastnacht am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr, im Lippischen Landesmuseum Detmold

#Detmold, 6. Februar 2026

Am 12. Februar ist #Weiberfastnacht – ein #Brauch, der heute vor allem mit Ausgelassenheit verbunden wird. Seine Ursprünge liegen jedoch im Mittelalter, in einer Zeit, in der es als »verkehrte Welt« galt, wenn Frauen für einen Tag Macht ausübten.

Diese Sicht auf Ordnung und Abweichung spiegelt eine Epoche wider, in der #Glauben, #Angst und #Aberglaube den Alltag bestimmten. In dieser Welt suchten die Menschen nach Erklärungen für Unglück, Krankheit und unerklärliche Ereignisse. Die Furcht vor der Hölle bestimmte den Alltag, während Aberglaube Orientierung in einer unsicheren Welt versprach. Zerbrochene Spiegel galten als Unglücksboten, man fürchtete um die eigene Seele und schrieb Alltagsgegenständen magische Kräfte zu. #Spiegel wurden nicht nur als Gebrauchsobjekte wahrgenommen, sondern als potenziell gefährliche Grenzgänger zwischen Diesseits und Jenseits.

Glaube und Aberglaube waren dabei eng mit Macht und Einfluss verknüpft. Heilige und Reliquien versprachen Schutz, Wallfahrten galten als Hoffnung auf #Erlösung. Die #Kirche nutzte die Ängste der Gläubigen für ein cleveres und hochprofitables Geschäft: Ablassbriefe wurden für viel Geld verkauft – eine #Vollkasko #Versicherung für das Jenseits, sozusagen.

Anhand ausgewählter Beispiele zeigt die #Führung, wie sich religiöse Vorstellungen, Volksglaube und gesellschaftliche Ordnung gegenseitig beeinflussten – auch in Lippe. Deutlich wird, wie schmal der Grat zwischen Glauben und Aberglaube war – und warum viele dieser Vorstellungen bis heute nachwirken.

Die Teilnahme an der Führung kostet 3 Euro zuzüglich Eintritt. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung empfohlen – unter Telefon +49523199250 oder per E Mail an [email protected]. Eine Online Buchung ist über Homepage des Museums jederzeit möglich.

Sonntag, 15. Februar 2026, 15 Uhr, Kosten 3 Euro zuzüglich Museumseintritt, Anmeldung unter Telefon +49523199250 oder per E Mail an [email protected], Online Tickets hier

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT

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