Lesetipps für Gütersloh: neues Mystery Abenteuer um ein uraltes Buch, das sich nicht öffnen lässt – und eine unterirdische SchatzkammerZoom Button

»Das Rätsel des goldenen Siegels« von Laetitia Barnick. Cover: Laetitia Barnick, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Lesetipps für Gütersloh: neues Mystery Abenteuer um ein uraltes Buch, das sich nicht öffnen lässt – und eine unterirdische Schatzkammer

Lesetipps für Gütersloh: neues Mystery Abenteuer um ein uraltes Buch, das sich nicht öffnen lässt – und eine unterirdische Schatzkammer

#Hamburg, 8. Januar 2026

»Das Rätsel des goldenen Siegels« von Laetitia Barnick: Diese #Urban #Fantasy #Geschichte vereint einen altersgerechten Spannungsbogen mit der Faszination historischer Figuren.

Ein #Löwenkopf aus Gold. Ein Buch, das sich nicht öffnen lässt. Und eine Schatzkammer, die seit Jahrhunderten auf die richtigen Besucher wartet …

Auf dem #Dachboden ihrer Tante stößt die 13 jährige Sofia auf ein rätselhaftes Buch, verschlossen mit einem massiven Löwenkopf Siegel. Die Suche nach Antworten führt sie und den gleichaltrigen Jonas auf eine Reise quer durch Deutschland und tief unter den Amsterdamer Königspalast in eine Welt aus vergessenen Katakomben. Dort, wo das Echo der Geschichte noch lebendig ist, treffen sie auf Wesen, die älter sind als die Grachten der Stadt. Sofia und Jonas begreifen schnell: Sie sind nicht die Ersten, die das Rätsel lösen wollen – aber sie könnten die Ersten sein, die verstehen, dass der wahre Schatz viel wertvoller ist als Gold.

In »Das Rätsel des goldenen Siegels« finden Sofia und Jonas mehr als nur ein uraltes Buch. Sie entdecken den Zugang zu einer Welt, die in keinem Reiseführer steht zu dem »Sense of Wonder« – dem Staunen über die Natur und eine scheinbar verborgene Ordnung innerhalb unserer Realität.

Das mit zahlreichen Zeichnungen der Autorin illustrierte Buch für #Leser ab 10 Jahren ist im Herbst 2025 bei »Epubli« erschienen.

Leseprobe aus dem Kapitel »Abenteuer im Voralpenland«

In der Kapelle schlug ihnen eine kühle Dunkelheit entgegen, die nur von den flackernden Flammen der beiden Kerzen beleuchtet wurde, die links und rechts des Altars brannten. An der gegenüberliegenden Wand hing ein schlichtes Kruzifix, dessen Schatten wie Gespenster an der grob verputzten Wand tanzten.

Die beiden warfen sich einen raschen Blick zu und bewegten sich langsam vorwärts, vorsichtig jeden Schritt setzend. Offenbar war niemand hier. Die Stille war drückend, bis Sofias erschrockener Atemzug sie durchbrach.

»Guck mal, Jonas!«, zischte sie und klammerte sich an seinen Ärmel, die Augen auf ein kunstvoll geschmiedetes Eisengitter gerichtet, hinter dem unter Glas etwas Ungewöhnliches lag. Jonas folgte ihrem Blick – eine skelettierte Mumie, reich verziert mit Gold und Edelsteinen, lag in einer gläsernen Vitrine und ihr Totenschädel schien sie mit leeren Augen zu durchbohren.

Sofia legte unwillkürlich die Hand auf ihr Herz. »Du lieber Himmel... Ist das makaber!«, flüsterte sie erschaudernd.

»Das ist eine Mumie. Wahrscheinlich dieser Heilige, der an der Tafel draußen steht«, meinte Jonas kaum hörbar. »So eine hab ich schon mal in einer anderen Kirche gesehen.«

Vorsichtig näherten sie sich der Vitrine und entdeckten eine Tafel, die erklärte, dass es sich hier tatsächlich um den heiligen Elrondus handelte, denn der Text auf der Tafel lautete: Der Hl. Elrondus, nach dem diese Kirche benannt wurde, hat sein Leben für seinen Glauben geopfert, weshalb er bis in die heutige Zeit als Märtyrer verehrt wird.

Gebannt standen sie vor dem Sarkophag und starrten das unheimliche Relikt an, bevor Jonas Sofia wieder auf ihre eigentliche Mission hinwies: »Also, wo sollen wir denn zuerst suchen? Das Buch könnte ja eigentlich überall sein – das heißt, wenn es überhaupt hier ist!«

Sofia warf einen verzweifelten Blick durch die Kapelle. »Ja stimmt, aber wir können hier nicht stundenlang alles absuchen. Und was machen wir überhaupt, wenn der letzte Zug zurück schon weg ist?«

»Sollen wir mal auf die Karte gucken, ob sich da irgendwas verändert hat?«, fragte Jonas.

»Gute Idee«, meinte Sofia und nahm ihren Rucksack ab, um ihn auf eine Bank zu stellen und die Karte vorsichtig herauszuholen. Schon beim Auseinanderfalten der Karte leuchtete ihnen der winzige Löwenkopf entgegen – doch viel stärker und intensiver, als es noch bei Tante Amalia der Fall gewesen war.

»Das Buch muss hier sein«, meinte Jonas, »sonst würde der Löwe nicht so stark leuchten!«

»Ganz bestimmt!«, antwortete Sofia und faltete behutsam die Karte wieder zusammen. Dann sah sie sich nach allen Seiten um, schien plötzlich eine Idee zu haben und ging zielgerichtet zum Altar, der mit einer schwarzen Decke zugehängt war, die sie vorsichtig anhob. »Da ist nichts«, meinte sie dann enttäuscht schulterzuckend.

Jonas erwiderte nichts, sondern sah aufmerksam zur einer Art Erker in der Kapelle, von dem eine geschnitzte Wendeltreppe nach oben zur Orgel führte.

»Komm, wir schauen mal da oben nach«, meinte er dann und sie stiegen fast lautlos die steilen Stufen hinauf.

Oben angelangt, entdeckten sie den Spieltisch der Orgel mit dem Pedalwerk und daneben einen schlichten Schrank mit verblassten Verzierungen. Sich einen kurzen Blick zuwerfend, zogen sie an seinem Griff – doch er war verschlossen. Bangend schauten sich nach einer anderen Spur um und suchten unter dem Spieltisch der Orgel weiter.

Doch plötzlich hielten sie inne. Ein leises Scharren erklang von unten. Beide hielten den Atem an und spähten vorsichtig über das Geländer. Eine gebeugte alte Frau war mit einem Besen in der Hand durch die quietschende Eingangstür eingetreten. Mit einer langsamen Bewegung bekreuzigte sie sich vor dem Altar und begann dann gemächlich, den Boden zu fegen.

Jonas zog Sofia am Ärmel zurück und hauchte: »Mensch, wenn die hier raufkommt …«

Kauernd duckten sie sich hinter die Orgel und wagten kaum noch zu atmen. Die Minuten vergingen quälend langsam, in denen die Frau vor sich hinmurmelnd ihrer Arbeit nachging. Schließlich goss sie noch mit einer kleinen Wasserkanne einen Blumentopf am Altar, bekreuzigte sich wieder und schlurfte dann zurück zur Tür, die man dann wieder ins Schloss fallen hörte.

»Endlich weg«, seufzte Jonas erleichtert und Sofia flüsterte: »Oh Mann, das war knapp!«

Weiter untersuchten sie jede Ecke des Raums und zogen auch die Schubladen einer Kommode auf, in der aber nur in Zeitungspapier eingewickelte alte Kerzen lagen. Frustriert ließ sich Sofia schließlich auf den Rand des Holzpodestes der Orgel fallen und Jonas tat es ihr gleich.

»Hörst du auch dieses Geräusch?«, fragte er dann in die Stille hineinlauschend.

»Du meinst dieses leise Surren?«, fragte Sofia und lauschte ebenfalls angespannt.

»Ja genau!«, flüsterte Jonas und sah von der Empore nervös zu den düsteren Deckengemälden hoch.

Auch Sofia sah sich forschend um und zeigte plötzlich grinsend auf ein Loch in einer Mauernische, in dem sich scheinbar ein Schwarm Bienen oder Wespen häuslich eingerichtet hatte und ununterbrochen davor herumsummte.

»Die machen das Geräusch!«, lachte sie dann leise.

»Puh«, atmete Jonas auf. »Und ich dachte schon, dass hier ‘ne Kamera oder sowas läuft!«

Laetitia Barnick

#Laetitia #Barnick veröffentlichte unter anderem einige Kinderbücher bei Verlagen wie #Langen #Müller und dem #Schreiber #Verlag. Nach vielen Jahren als freie Reporterin in der Tagespresse hat sie sich nun wieder dem Schreiben von #Fantasy #Geschichten zugewandt.

»Das Rätsel des goldenen Siegels«, #Taschenbuch, mit zahlreichen Illustrationen der Autorin, 548 Seiten, ISBN 978 3 565 04219 7, Verlag »Epubli« (Neopubli GmbH Berlin), 17,99 Euro

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