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NOW Kommentar: »Social Media Verbot« – sinnvoll wäre kein »Verbot« sondern eine Altersfreigabe
NOW Kommentar: »Social Media Verbot« – sinnvoll wäre kein »Verbot« sondern eine Altersfreigabe
#Gütersloh, 12. Januar 2026
Schon der Titel der Debatte ist falsch. Wer von einem »Social Media Verbot für unter 16 Jährige« spricht, erzeugt künstlich Empörung, wo eigentlich juristische Nüchternheit gefragt wäre.
Niemand käme auf die Idee, das #Jugendschutzgesetz als #Freiheitsberaubung zu bezeichnen. #Alkohol ist nicht verboten. #Glücksspiel ist nicht verboten. #Pornografie ist nicht verboten. Der Zugang ist altersabhängig geregelt – aus gutem Grund.
Warum also diese semantische Eskalation ausgerechnet beim Thema »#Social #Media«?
Die Antwort ist simpel: Weil hier nicht über #Recht gesprochen wird, sondern über #Gefühle, #Reichweiten und #politische #Schlagzeilen. Der Begriff »Verbot« funktioniert besser als »Altersfreigabe«. Er polarisiert, mobilisiert, dramatisiert. Sachlich ist er nicht.
Dabei ließe sich das Thema technisch und rechtlich sauber lösen: Eine Ergänzung des Jugendschutzrechts. Social Media Plattformen mit algorithmischer Verstärkung, permanenter Vergleichsdynamik, Suchtmechaniken und öffentlicher Sichtbarkeit erst ab 16 oder 18 – fertig.
Keine #Symbolpolitik.
Keine #Kulturkampf #Rhetorik.
Keine paternalistische #Pose.
Stattdessen eine einfache Feststellung: Nicht jede digitale Umgebung ist für jedes Entwicklungsalter geeignet.
Dass diese #Selbstverständlichkeit heute als #autoritärer #Eingriff verhandelt wird, sagt weniger über #Freiheitsrechte aus als über den Zustand der #öffentlichen #Debatte. Wir haben uns daran gewöhnt, Regelklarheit mit Bevormundung zu verwechseln – und wirtschaftliche Interessen mit #Freiheit.
Es geht nicht um Abschottung. Es geht um Verantwortung.
Und vielleicht auch darum, endlich wieder präzise zu sprechen. Denn wer »Verbot« sagt, meint oft etwas ganz anderes – und verhindert damit genau die Lösungen, die längst auf dem Tisch liegen.









