NOW Presseschau – der »Foodsharing« Samstagskommentar in der »NW«Zoom Button

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NOW Presseschau – der »Foodsharing« Samstagskommentar in der »NW«

#NOW #Presseschau – der »Foodsharing« Samstagskommentar in der »NW«

#Gütersloh, 10. Januar 2026

»Foodsharing-Aus: Es braucht Augenmaß« … »Foodsharing schließt den Bezirk Gütersloh wegen Ärger mit dem Veterinäramt. #Verbraucherschutz ist wichtig. Aber die strengen Vorgaben gehen zu weit« … so steht’s in der Zeitung.

Nun … mit »#Verbraucherschutz« hat das nichts zu tun. Die Abnehmer des gesharten Foods sind keine »Verbraucher« im Sinne des Verbraucherschutzes. Und Food Sharing ist nun einmal nicht systemkompatibel, weil niemand Verantwortung übernehmen will und kann. Unter diesem Aspekt funktioniert es nicht beziehungsweise ist es unter diesem Aspekt hochriskant.

Zudem ist es keine Lösung für das zugrundeliegende Problem, es geht sogar am Problem vorbei. Ein großer Teil der Lebensmittelverschwendung findet zu Hause statt. Bei Discountern mit Überangebot ist sie systemimmanent. Unvermeidlich – das Wegwerfen ist der Preis für die Vielfalt und ständige Verfügbarkeit.

#Aldi & Co. machen das viel geschickter – sie haben ein straffes Sortiment, das sehr exakt gemanagt wird. Bei ihnen gibt es praktisch keine Verschwendung. Und noch geschickter war es früher – was aus war, was aus. Heute inakzeptabel. Damals normal.

Und genau hier liegt der eigentliche blinde Fleck der Debatte: #Foodsharing ist #Symbolpolitik. Es beruhigt das #Gewissen, ohne das #System zu verändern. Es verschiebt #Verantwortung vom #Produzenten und vom #Handel auf #Freiwillige – und am Ende auf die Letzten in der Kette, die das #Risiko tragen sollen. Das ist keine #Nachhaltigkeit, das ist #Delegation.

Solange Überproduktion, Marketinglogik und permanente Warenverfügbarkeit als unantastbar gelten, bleibt Foodsharing ein Reparaturversuch am falschen Ende. Nicht das #Retten einzelner #Lebensmittel wäre die Aufgabe, sondern die #Reduzierung von #Überangebot, #klarere #Sortimente, #realistischere #Bedarfsplanung – und vor allem: ein kultureller #Wandel im Umgang mit Verfügbarkeit und Verzicht.

Dass Unternehmen wie Aldi mit straffen Sortimenten und präziser #Logistik nahezu ohne Abschriften auskommen, zeigt: Es geht. Aber es passt nicht zum Narrativ der grenzenlosen Auswahl. Und genau dieses Narrativ ist das eigentliche Problem.

Früher war #Knappheit Alltag, heute ist sie #Skandal. Das #Wegwerfen ist der Preis dafür. Foodsharing ändert daran nichts – es kaschiert es nur.

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