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KWS Lectures: Ein Befund – es gibt Essen – Travestie einer Kultur als kultureller Notstand
#KWS #Lectures: Ein Befund – es gibt #Essen – Travestie einer Kultur als kultureller Notstand
#Gütersloh, 31. Dezember 2025
»Es gibt Essen!« Früher hieß das: Es wurde gekocht. Nicht perfekt, nicht immer gut, aber bewusst. Jemand stand in der Küche, schnitt, rührte, schmeckte ab. Essen war ein Vorgang. Eine Handlung. Zeit hatte darin eine Funktion.
Heute heißt es: Es gibt Essen.
Das Essen ist da.
Es kommt aus dem #Karton, aus der #Dose, aus der #App. Es wird erhitzt, nicht zubereitet. #Auftauen ersetzt #Kochen, #Bestellen ersetzt #Können. Die #Küche ist #Kulisse, kein Ort mehr.
Das ist keine nostalgische Klage, sondern eine #kulturelle #Verschiebung. Eine #Disruption. Nicht technischer Fortschritt, sondern kultureller Rückbau.
Wo #Kochen war, ist #Versorgung.
Wo #Geschmack war, ist #Sättigung.
Die Sprache verrät alles: »Ich hab mir was reingehauen«, »Hauptsache schnell«, »Ist ja nur Essen«.
Doch Essen war nie nur Essen.
Es war #Ritual, #Sozialform, #Identität. Wer kocht, entscheidet. Wer nur konsumiert, nimmt hin. Wer nur frisst, verliert Maß, Beziehung, Bewusstsein.
Die #Unkultur beginnt nicht bei der #TK #Pizza. Sie beginnt dort, wo niemand mehr merkt, dass etwas verlorenging.
Travestie der Esskultur und kultureller Notstand
#Fast #Food und #Convenience sind keine #Weiterentwicklung, sondern eine #Travestie der #Esskultur. Das wusste bereits #Louis de #Funès – lange bevor Liefer #Apps das Denken ersetzten. Wer »Brust oder Keule« gesehen hat, weiß: Das ist keine Esskultur. Das ist kultureller #Notstand.









