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Dr. med. Wolfram Demmer: »Schwere Handverletzungen durch Explosionen haben oft lebenslange Folgen«. Foto: Klinikum Gütersloh, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Klinikum Gütersloh: Silvesterparty kann mit schwerer Handverletzung enden

#Klinikum #Gütersloh: #Silvesterparty kann mit schwerer Handverletzung enden

#Gütersloh, 30. Dezember 2025

Leider endet Silvester jedes Jahr für viele Menschen mit schweren #Handverletzungen und anderen traumatischen Schäden. Das zeigt eindrücklich eine Studie von Dr. med. Wolfram #Demmer, Chefarzt der #Klinik für #Plastische #Chirurgie, #Ästhetische Chirurgie und #Handchirurgie am Klinikum Gütersloh. Für seine Forschungsergebnisse ist er auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Ästhetische mit dem renommierten »Best Paper Award« ausgezeichnet worden.

Die prämierte Studie untersucht bundesweit die Zahl und Schwere von operativ versorgten Handverletzungen rund um den Jahreswechsel. Die Wissenschaftler haben die Daten vor, während und nach den Verkaufsverboten für #Feuerwerkskörper in der #Pandemie verglichen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Während der Verbotsjahre kam es zu einem signifikanten Rückgang schwerer, teilweise lebensverändernder Handverletzungen. Mit der Rückkehr zum regulären Verkauf stiegen die Verletzungszahlen wieder deutlich an – teilweise über das Niveau der Vor Pandemiejahre hinaus. »Schwere Handverletzungen durch Explosionen haben oft lebenslange Folgen«, erklärt Studienautor Dr. med. Wolfram Demmer.

An der Studie waren insgesamt fünf Kliniken aus unterschiedlichen Bundesländern beteiligt, darunter zwei in NRW. Sie haben über einen Zeitraum von sechs Jahren alle durch Feuerwerkskörper entstandenen Verletzungen untersucht. Am häufigsten sind laut der Studie Hände von Explosionsverletzungen betroffen, aber auch Gesicht, Augen und das Gehör werden immer wieder durch Feuerwerkskörper verletzt. Mehr als zwei Drittel der Verletzten sind männlich, etwa ein Viertel der Verletzten ist unter 14 Jahre alt. Minderjährige verletzen sich häufiger erst nach den eigentlichen Silvesterfeierlichkeiten. Zum Beispiel durch Feuerwerkskörper, die nicht korrekt gezündet wurden.

»Die Pandemie hat eine Art Modellversuch ermöglicht, der klare Hinweise darauf gibt, dass ein politisches Verbot von Feuerwerkskörpern die Zahl von Verletzungen deutlich reduzieren könnte«, erklärt Dr. Wolfram Demmer, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie. Waren es vor dem Feuerwerksverbot in der Pandemie pro Jahr im Durchschnitt knapp 16 schwere Verletzungen rund um die Silvesternacht in den fünf teilnehmenden Kliniken, ist die Zahl während des Verbotes auf rund 3,5 Verletzungen gesunken. Nach Ablauf des Verbotes verzeichnen die Wissenschaftler einen deutlichen Anstieg auf 22 #Schwerverletzte. Insbesondere der Anzahl der Minderjährigen unter den Verletzten ist in den zwei Jahren des Verbots deutlich gesunken und nach der Pandemie überproportional gestiegen.

Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie warnt seit Jahren regelmäßig vor Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Auch neben zugelassenen Raketen und Böllern vermehrt illegale Feuerwerkskörper gezündet werden, die zum Teil bombenartige Sprengkörper sind. Wer nicht auf sein privates #Feuerwerk verzichten möchte, sollte daher unbedingt folgendes beachten …

  • Gebrauchsanweisungen beachten, CE Kennzeichnung und BAM Prüfnummer prüfen
  • Keine Feuerwerkskörper in der Hand zünden

Die Auszeichnung mit dem Best Paper Award 2025 durch die #Zeitschrift »Handchirurgie, Mikrochirurgie, Plastische Chirurgie (HaMiPla)« des renommierten Thieme Verlags unterstreicht die wissenschaftliche Qualität der Arbeit.

Die Frage, ob ein Feuerwerk zu Silvester gehört wie #Raclette und #Neujahrswünsche spaltet Familien und Freundeskreise. Vor einigen Tagen hat Bundesärztekammer Präsident Dr. Klaus Reinhardt bereits ein Böller Verbot gefordert.

Den Ausgaben für das Silvesterfeuerwerk tut das keinen Abbruch: Wurden in Deutschland vor dem Verbot gut 120 Millionen Euro ausgegeben, waren es im vergangenen Jahr stolze 180 Millionen, Tendenz steigend.

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