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KWS History: Stadtgeschichte – ein vergessenes Kapitel der Stadtgesellschaft – Bürger für Jugend und Ausbildung (BJA) (2009)
KWS History: Stadtgeschichte – ein vergessenes Kapitel der Stadtgesellschaft – Bürger für Jugend und Ausbildung (BJA) (2009)
#Gütersloh, 28. Dezember 2025
Es gab ihn. Und er wirkte: 2009 war in Gütersloh ein #Verein aktiv, der beispielhaft zeigte, was #bürgerschaftliches #Engagement jenseits von Sonntagsreden leisten kann: #Bürger für #Jugend und #Ausbildung (#BJA).
Gegründet im August 2007, hatte sich der BJA dem Ziel verschrieben, Jugendliche beim Übergang von der #Schule in den #Beruf konkret zu begleiten – nicht abstrakt, nicht verwaltend, sondern persönlich. Kern des Konzepts war ein Patenmodell, das auf Beziehung, Vertrauen und Verantwortung setzte.
#Chancen durch Nähe
Rund 70 ehrenamtliche #Paten – Unternehmer, Berufstätige, Menschen mit Lebenserfahrung und Arbeitserfahrung zwischen unter 30 und über 60 Jahren – begleiteten ausbildungswillige Jugendliche individuell. Sie führten Gespräche, halfen bei Bewerbungen, bereiteten Vorstellungsgespräche vor, organisierten Praktika und öffneten Türen in Betriebe.
Die Patenschaften begannen meist im letzten Schuljahr und reichten bis in das erste Ausbildungsjahr hinein. Ziel war nicht nur ein Ausbildungsplatz, sondern Selbstbewusstsein, Orientierung und soziale Stabilität.
#Zusammenarbeit statt #Zuständigkeit
Der BJA arbeitete mit #Hauptschulen und #Gesamtschulen sowie Berufskollegs zusammen, perspektivisch sollten auch Realschulen eingebunden werden. Finanziert wurde die Arbeit überwiegend durch private Spenden, ergänzt durch Förderungen etwa der #Volksbank #Stiftung und der #Provinzial #Versicherung #Münster.
Der damalige #Vorstand Ludger Theilmeier Aldehoff brachte die Stimmung auf den Punkt: »Die Arbeit beim BJA ist eine tolle, ehrenamtliche Arbeit – wir rennen überall offene Türen ein.«
#Arbeitgeber als Partner
Auch #Unternehmen profitierten: Die Paten kannten Stärken und Schwächen der Jugendlichen genau und ermöglichten so passgenaue Vermittlungen. Vorausgesetzt wurde nicht Perfektion, sondern Bereitschaft zur Ausbildung, Vertrauen und die #Offenheit, von der 100 Prozent Norm abzuweichen.
Mehr als Ausbildung: Jugendkultur und Teilhabe
Der BJA initiierte zudem das Gütersloher #Jugendkulturfestival in der #Weberei und im »Bauteil5« – mit #Breakdance, #Hip #Hop, #Band #Contests, #Skateboarding und #Open #Stage. Ziel war Kontakt auf Augenhöhe. Aus dem #Festival heraus entstanden weitere Angebote, etwa Nachhilfeprogramme, die der Verein im Bedarfsfall sogar finanzierte.
Ein leiser Verlust
Heute ist der BJA aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Seine Website existiert nicht mehr, seine Arbeit wurde nicht fortgeschrieben. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Verein, der konkret wirkte, Menschen verband und Verantwortung übernahm – lange bevor Begriffe wie »Teilhabe« und »Fachkräftemangel« politische Schlagworte wurden.









