Brands Spiele Check: »Wo ist Alice?« vom Schwerkraft VerlagZoom Button

Foto: Hartmut Brand, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Brands Spiele Check: »Wo ist Alice?« vom Schwerkraft Verlag

#Brands #Spiele #Check: »Wo ist Alice?« vom Schwerkraft Verlag

#Lippstadt, 21. Dezember 2025

Kurz vor dem Ende des Brettspieljahres 2025 kam bei uns noch einmal ein sehr außergewöhnliches #Spiel auf den Tisch. »Wo ist #Alice?« vom #Schwerkraft #Verlag ist ein stummes Rollenspiel für 3 bis 6 Spieler in einem Spielalter ab 16 Jahren, das über 2 bis 3 Stunden von dem Verschwinden von Alice Briarwood, einer Schülerin im verschlafenen Städtchen #Silent #Falls im Norden Kaliforniens erzählt.

»Stummes #Rollenspiel« heißt in diesem Falle, dass die Spieler während des Spiels ihre Smartphones nutzen, um sich gegenseitig Textnachrichten zu senden, während sie Hinweise darüber aufdecken, was mit Alice passiert ist.

Die Anleitung weist extra darauf hin, dass es keinen formellen Spielleiter gibt, es hat sich jedoch im Laufe der Spielzeit als hilfreich erwiesen, dass sich eine Person in diesem Falle ich, im Vorfeld mit dem Spiel vertraut gemacht hat.

Im Grunde genommen unterscheidet sich diese Rolle des Moderators light nicht sehr von der normalen Erfahrung als Spieler, außer dass man die Person ist, die die Regeln erklärt, die Karten vorbereitet, Irrungen und Währungen während des Spiels klärt und die Dinge im Auge behält, wenn nötig.

In unserer Spielrunde war es vor allen Dingen dann der Fall, wenn Spieler ihre Hinweiskarten verpasst hatten. 

Parallel zum Spiel läuft über einen #PC ein #Timer, der zudem auch noch den Soundtrack zum Spiel liefert. Zu bestimmten Zeitpunkten müssen Spieler Hinweiskarten umdrehen, die dann die Geschichte weiter voranbringen. Hier ist es Aufgabe des mitspielenden Moderators, auf diese Dinge hinzuweisen, um den Spielfluss zu fahren.

Was ich persönlich komplett unterschätzt hatte, ist die Tatsache, wie die Spieler selbst die Geschichte vorantreiben. Denn »Wo ist Alice« ist nun mal ein Rollenspiel, in dem sich jeder Spieler auf seine ganz eigene Art und Weise einbringen kann. Und je nachdem wie sich die Gruppe auf die Geschichte einlässt, umso intensiver wird dann auch das Spielerlebnis.

Spieler, die die Serie »Tote Mädchen lügen nicht« gesehen hatten, fühlten sich in das Setting an der #Liberty #High versetzt.

Und in diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass dieses Spiel einen sehr emotionalen Faktor aufweist. Denn es geht nun einmal thematisch um einen vermissten Teenager, eine junge Frau, in einem kleinen Städtchen und alle Dinge, die in solch einem Fall auftreten können.

Die Gruppe besteht dabei aus Personen die Alice am nächsten stehen und versuchen, das Geheimnis ihres Verschwindens zu lösen. Themen wie schwierige Familienverhältnisse, Tod, Gewalt, Eifersucht und Hilflosigkeit können im Laufe des Spiels auftreten und daher ergeht auch tatsächlich in der Anleitung nicht ohne Grund ein Warnhinweis, dass man sich dieser emotionalen Schiene des Spiels bewusst sein sollte.

Sehr gut gelöst ist dabei, dass das Spiel ähnlich wie zum Beispiel #Horror #Escape #Rooms mit Sicherheitsmaßnahmen versehen ist, die es dem einen oder anderen Spieler ermöglichen würde, beliebige Elemente oder Inhalte aus dem Spiel entfernen zu lassen. Hierbei würde man zum Beispiel in den #Chat ein X schreiben, um zu signalisieren, dass man etwas aus dem #Spiel entfernen möchte.

In unserer Gruppe kam dieser Fall nicht vor. Ich habe allerdings aus Gesprächen mit anderen Spielgruppen erfahren, dass selbst für den Fall, dass eine dieser Sicherheitsmaßnahmen greifen würde, der Spielspaß und das Spielerlebnis dadurch nicht geschmälert wird. Niemand sollte sich also benötigt fühlen, sensible Inhalte auf Teufel komm raus durchziehen zu wollen.

Es gab nicht nur im Jahre 2025, sondern allgemein gesehen, noch kein Spiel, dass mich emotional dermaßen gepackt hat. Man ist tatsächlich zu 100 Prozent in der Geschichte drin, geht in seinem Charakter voll auf und weiß eben auch, dass man mit seinem Handeln zu der Entwicklung der Geschichte beitragen kann.

Das Emotionalste dabei ist sicherlich, dass jedes Mitglied der Spielgruppe vor dem Spiel eine letzte Sprachnachricht an Alice verschickt, die den anderen aber erst am Ende des Spiels vorgespielt wird und das ist tatsächlich ein Feature gewesen, das zum Abschluss noch mal ein echtes emotionales Highlight war. Und das ist ganz unabhängig davon zu sehen, wie denn dann tatsächlich der Fall ausging.

Die Autoren des Spiels weisen extra darauf hin, dass es sich um ein einmaliges Erlebnis handelt das auch tatsächlich nur einmal gespielt werden kann. Trotzdem haben wir in unserer Spielrunde vereinbart, in knapp einem Jahr noch einmal einen zweiten Durchlauf zu starten, um dann eventuell auszuprobieren, wie sich die eine oder andere Entscheidung im Laufe des Spiels auf den Verlauf der Geschichte ausgewirkt hätte und sicherlich werden wir dann auch mal die Personen wechseln.

Wer sich dem Genre des Rollenspiels öffnet und sich auf die Geschichte einlässt, erlebt hier ein außerordentlich intensives Spielerlebnis, dass man jedem nur ans Herz legen kann.

Und wie auch schon zum Beispiel bei Krimidinnern zeigt sich hier, dass jeder Mitspieler mit seiner Rolle und seine Aufgabe wächst und somit sich eine homogen abgestimmte Gruppe bildet, wo jeder seinen Teil zum Verlauf der Geschichte beiträgt.

  HOME     IMPRESSUM     DATENSCHUTZ  
Gütsel Skyline
NOW Magazine Ampersand + SEO Gütersloh