Beim Klick auf das Bild wird eine Anfrage mit der IP Adresse des Users an Youtube gesendet und es werden Cookies gesetzt, personenbezogene Daten übertragen und verarbeitet, siehe auch die Datenschutzerklärung. Neue Folie: Hightech Entwicklung ist gefahrlos für das Meer. Foto: Universität Tokio, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Waffe gegen Kunststoffmüll im Meer kreiert

#Waffe gegen #Kunststoffmüll im #Meer kreiert

#Wako, #Tokio, PTE, 19. Dezember 2025

#Tomaten lassen sich unbedenklich in eine neue Folie von einem Forscherteam um Takuzo Aida von der Universität Tokio einpacken. Auch anderes #Gemüse, #Obst, #Backwaren, #Wurst und #Fleisch sollen geeignet sein. #Salzheringe dagegen nicht. Diese würden die Folie schnell auflösen, denn sie ist mit Blick auf die #Meeresverschmutzung durch #Kunststoff und #Mikroplastik entwickelt worden. Gelangt sie ins Meer, löst sie sich auf, ohne dass gefährliche Partikel übrigbleiben.

Stark, flexibel, biologisch abbaubar

Auch sonst kann die Folie glänzen, denn sie wird ganz ohne #Erdöl hergestellt. Ausgangsmaterial ist pflanzliche #Zellulose, das weltweit am häufigsten vorkommende natürliche #Polymer. Der daraus hergestellte #Kunststoff ist stark, flexibel und biologisch abbaubar. In Meerwasser zersetzt er sich innerhalb von 2 Stunden.

Biologisch abbaubare und sogar aus Zellulose hergestellte Kunststoffe sind zwar nichts Neues, aber die meisten, die mit »biologisch abbaubar« gekennzeichnet sind, zersetzen sich in Meeresumgebungen nicht oder nur sehr langsam, wobei sie Mikroplastik hinterlassen. #Pflanzen und #Tiere nehmen die winzigen Partikel auf und letztlich landen sie im Menschen. Sie wurden bereits in menschlichem Gewebe und im Blutkreislauf nachgewiesen.

Kunststoffe in fester Umklammerung

Der neue Kunststoff besteht aus zwei naturbasierten Polymeren, die sich im Normalfall fest aneinanderklammern. Diese Bindung löst sich, wenn er kompostiert wird. Besonders schnell geht das bei Kontakt mit Salzwasser. Eine der Komponenten ist #Carboxymethylcellulose, die normalerweise als Verdicker, #Stabilisator, Bindemittel oder Geliermittel eingesetzt wird, insbesondere in #Lebensmitteln.

Die Suche nach einem kompatiblen 2. Polymer erforderte eine Reihe von Versuchen, aber schließlich fand das Team ein sicheres Vernetzungsmittel aus positiv geladenen #Polyethylenimin #Guanidinium #Ionen. In #Wasser bei Raumtemperatur gelöst, ziehen sich die negativ und positiv geladenen Moleküle der beiden Kunststoffe wie Magnete an und bilden ein stabiles Netzwerk.

Anfangs war es spröde, sodass es praktisch kaum nutzbar war. Die Zugabe von #Cholinchlorid, ein von der #Food and #Drug #Administration  (#FDA) als #Lebensmittelzusatzstoff zugelassenen Salz, verlieh der Folie die benötigte Flexibilität. »Die #Natur produziert jedes Jahr etwa eine Bio. Tonnen Zellulose. Aus dieser reichlich vorhandenen natürlichen Substanz haben wir einen flexiblen und dennoch robusten Kunststoff entwickelt, der sich im #Meer sicher zersetzt«, schließt Aida.

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